Provozieren gegen Stress
Die Zeltweger Pädagogin Doris Blumauer hat eine eigene Methode gegen Alltagsstress bei Kindern entwickelt. Sie provoziert nämlich die Schüler.
Doris Blumauer provoziert gerne ihre Schüler, und zwar im positiven Sinn und zu einem bestimmten Zeck. "Ich habe eine eigene Methode entwickelt, die Provokativpädagogik", erklärt sie. Das Grundkonzept hat Blumauer während ihres Masterstudiums an der Donau-Universität Krems erarbeitet. Im Unterricht an der Volksschule Zeltweg wurde das provozierende Lernen dann in die Praxis umgesetzt. "Es geht darum, dass man eine wertschätzende Haltung den Mitmenschen entgegenbringt. Ob Schüler, Lehrer oder Eltern, alle sind mit eingebunden", erklärt die Pädagogin.
Stress vorbeugen
Das Grundprinzip besteht darin, dass man gegen Stress vorbeugt. "Auch Kinder im Volksschulalter haben großen Stress, und daraus entstehen sehr oft Probleme. Mit meiner Lehrmethode kann ich dagegen vorbeugen", so Blumauer. Als "Versuchskaninchen" waren von Jänner bis April die Schüler von Volksschulpädagogin Inge Hofer an der Reihe. "Meine Kollegin hat mir bestätigt, dass sich der Lernerfolg wesentlich verbessert hat", freut sich Blumauer, die ihre Schüler im positiven Sinne provoziert. "Es gibt dabei spezielle Methoden. Zum Beispiel haben wir einen Sprechstein. Nur derjenige, der den Stein hält, darf in einer Diskussionsrunde etwas sagen", erklärt die Zeltwegerin. Durch diese Gespräche beruhigen sich die Kinder, indem sie große und kleine Alltagsprobleme besprechen. "Das mindert den Stress, und es geht allen besser", so Blumauer. Derzeit betreut die Hauptschullehrerin die Volksschulklasse von Karin Pichler in Zeltweg. "Wir haben erst gerade angefangen. Ich bin schon gespannt, wie meine Methode diesmal wirkt", so Blumauer, die die Kinder auch manchmal meditieren lässt. "Ich spiele eine CD vor, und jeder Schüler soll sich seinen Traumgarten vorstellen. Geht es dann einem Kind schlecht, kann es an den Garten denken, und dann ist alles nicht mehr so schlimm", strahlt Doris Blumauer.







