Ex-Kapfenberger Pollross sieht Zeltweg im Finale
Ám Mittwoch wird es heiß: Obersteirisches Derby am Eis und ein schwedisches Duell hinter der Bande. Michael Pollross analysiert.

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Perfekte Dramaturgie in der Oberliga: Wie von beiden Seiten gewünscht, empfängt Kapfenberg heute im ersten Halbfinal-Duell den Lokalrivalen aus Zeltweg (19 Uhr). Beide Seiten halten sich bedeckt, also bat die Kleine Zeitung einen neutralen Beobachter um eine Analyse.
Und wer wäre besser geeignet als Michael Pollross? Er ist ein gebürtiger Zeltweger, hat im Vorjahr noch für Kapfenberg gespielt und geht heuer für den ATSE Graz auf Torjagd, den wahrscheinlichen Finalgegner von Kapfenberg oder Zeltweg. "Das Derby wird eine ganz enge Sache", prophezeit Pollross, "und ich glaube nicht, dass die Serie in drei Spielen entschieden wird."
Pro Kapfenberg.
"Für Kapfenberg spricht, dass sie alle drei Derbys der Saison gewonnen haben. Außerdem sind sie eine junge, dynamische Mannschaft mit einem sehr guten Trainer", lobt er.
Pro Zeltweg.
"Zeltweg hat viele Routiniers, die solche Situationen im Play-off kennen, das ist sicher ihr Vorteil. Außerdem hat auch der Zeltweg-Trainer viel Erfahrung."
Pollross lässt sich schwer auf einen Experten-Tipp festnageln, schätzt aber Zeltweg letztlich stärker ein. "Ich gehe davon aus, dass sich Zeltweg im fünften Spiel durchsetzt. Das ist Play-off-Eishockey, und da ist Kapfenberg vielleicht noch zu unroutiniert." Auch als Finalgegner wären ihm die Murtaler lieber. "Die liegen uns, Kapfenberg hingegen ist unberechenbar und schwankt immer zwischen extrem stark und extrem schlecht." Graz-Trainer Andreas Wanner hingegen favorisiert Kapfenberg: "Zeltweg hat nur eine wirklich starke Linie, da hat Kapfenberg Vorteile."
Letzte Infos:
Kapfenberg muss wohl auf Riegler und Stühlinger verzichten, hinter Schablas und Dornhofer stehen noch Fragezeichen. Bei Zeltweg steht der gesamte Kader zur Verfügung. Trainer Olle Öst: "Ich habe die Trainingseinheiten um eine Viertelstunde verkürzt und dafür das Tempo erhöht. Die drei Niederlagen aus dem Grunddurchgang spielen keine Rolle, die sind bereits vergessen", sagt der Schwede, der sich auf das schwedische Trainerduell mit Kjell Lindqvist freut. "Ich will ihn unbedingt schlagen."








