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Zuletzt aktualisiert: 29.01.2010 um 04:22 UhrKommentare

Die Reise ins Ungewisse beginnt

Heute startet das Viertelfinale in der Oberliga. Der ATSE Graz gilt als großer Favorit. Aber wie geht es dann weiter?

Kjell Lindqvist

Foto © GEPAKjell Lindqvist

Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer." Der Hit von Xavier Naidoo wird für die vier steirischen Oberliga-Klubs harte Realität. Heute startet das Play-off. Der Grunddurchgang ist Geschichte, der ATSE Graz hat ihn als sportlich ungeschlagener Tabellenführer abgeschlossen. "Aber jetzt werden die Karten neu gemischt", lautet die Kampfansage von Kapfenberg-Coach Kjell Lindqvist.

Zeltweg-Trainer Ole Öst möchte sich vorerst auf die Viertelfinalserie gegen Weiz konzentrieren und dann weitersehen. "Weiz ist kein einfacher Gegner. Wir müssen sehr gut spielen, um aufzusteigen", sagt er. Die Weizer haben ihren "Wunschgegner" bekommen. Trotzdem stellt man sich auf eine lange Serie ein. "Wir haben nur über die volle Distanz eine Chance", sagt Trainer Gerhard Jäger. Aufhorchen lässt Kapfenbergs Lindqvist, der, wie alle anderen Trainer, die absolute Favoritenrolle dem ATSE zuspricht: "Wenn einer die Grazer schlagen kann, dann Kapfenberg." Als Zweiter des Grunddurchganges war man zwei Mal knapp dran - 5:6 (n. V.) und 4:6. Die Böhlerstädter starten heute gegen die 48er aus Wien.

Beim Vorjahresmeister in Graz ist man sich der Favoritenrolle bewusst. "Nie zu verlieren sagt schon einiges aus", meint Trainer Andreas Wanner. "Die Qualität wird sich durchsetzen." Unterschätzt wird allerdings keiner, auch nicht der erste Play-off-Gegner, die Oilers Salzburg. "Unangenehm kann jeder Gegner werden."

Geheimtipp Wels

Die große Unbekannte kommt aus Öberösterreich. "Wels ist die zweitstärkste Kraft der Liga", schätzt Wanner. Für Jäger und Öst sind die Welser die Geheimfavoriten. Wenn es nach dem Weiz-Coach geht, ist das wahrscheinliche Halbfinale zwischen ATSE und Wels das vorweggenommene Finale. "Wer dort gewinnt, wird Meister."

Doch wohin führt eigentlich der Oberliga-Titel? In die Nationalliga? Nur theoretisch. Der Meister darf in die zweithöchste Liga aufzusteigen, entscheidend sind aber die Finanzen. "Finanzielles Risiko darf es keines geben", stellt Verbandsvizepräsident Peter Schramm klar. Gibt es Bedenken, rückt die Nummer zwei nach. Ob man dann in eine "neue Nationalliga" aufsteigt, darüber wird am 6. Februar verhandelt. Thema dort ist unter anderem eine Ost-West-Teilung der Liga. Dass von Vereinsseite dafür Interesse besteht, ist bekannt. Von einer Lösung ist man aber weit entfernt, die Zukunft scheint ungewiss. Schramm: "Es muss klare Konzepte geben. Es hilft keinem weiter, wenn nacheinander die Klubs Konkurs anmelden."

MARTIN MANDL

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