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Zuletzt aktualisiert: 24.11.2009 um 19:04 UhrKommentare

Kaserne Aigen: Fliegender Wechsel in neue Struktur

Das Hubschraubergeschwader in Aigen wurde aufgelöst, die Staffeln fusioniert. Jetzt hat man am Boden und in der Luft neue Kommandanten.

Foto © APA/Sujet

Kurz vorm Jahreswechsel ist die Bundesheer-Reform 2010 nun auch in Aigen angekommen. Dank zahlreicher Interventionen gehen damit aber vor allem organisatorische Veränderungen statt der Schließung des Standorts einher. Neu ist: Das Hubschrauber-Geschwader gibt es nicht mehr, die beiden Staffeln wurden zusammengelegt. Kommandant für alles, was in die Luft geht, ist nun Major Udo Koller. Der 38-jährige Ardninger befehligt 16 Alouette III. Für die Flugbetriebskompanie, die etwa den Tower, die Feuerwehr und Dienste am Boden durchführt, ist Oberstleutnant Hans Unterdechler zuständig. Ausgenommen davon ist die Werft, in der Oberstleutnant Andreas Staudacher, seit einigen Monaten auch Kasernenkommandant, das Sagen hat.

"Wir haben damit Verwaltungsstrukturen abgebaut ohne die Truppe zu schwächen. Lediglich zwei Personen sind heute woanders im Heer tätig, der Rest konnte direkt hier in Aigen weiterbeschäftigt werden", erklärt Matthäus Trigler. Der für die Öffentlichkeitsarbbeit zuständige Offizier kommt aus dem oberösterreichischen Hörsching. Dort liegen jetzt auch die übergeordneten Kommandostrukturen der Aigner.

250 Rekruten pro Jahr

Ausgenommen ist davon die Fliegerabwehr, bei der ebenfalls fusioniert wurde. Dritte und vierte Batterie wurden zu einer Einheit unter Oberstleutnant Klaus Maringer zusammengezogen. Deren übergeordnete Kommanden sitzen in Zeltweg und Salzburg. Erfreulich: Trotz Umbau sind die Aigner bei der Rekruten-Ausbildung stark vertreten - jährlich leisten bis zu 250 Grundwehrdiener hier ihren Präsenzdienst ab.

Für die Piloten steht hingegen Anfang Dezember der nächste Auslandseinsatz auf dem Dienstplan. Es geht wieder nach Bosnien. Dort hat das Bundesheer insgesamt einen starken Auftritt: Generalmajor Bernhard Bair kommandiert ab 4. Dezember als erster Österreicher die 2000 Soldaten aus 25 Nationen. Zeitgleich trifft auch das Aigner Kontingent mit drei Hubschraubern in Bosnien ein. "Unsere Aufgabe ist es, einen Rettungsdienst rund um die Uhr mit unseren Hubschraubern sicherzustellen."

Damit können die Aigner eine ihrer Kernkompetenzen ausspielen: Die Rettungsfliegerei war jahrelang die zentrale Aufgabe der gebirgserfahrenen Piloten.

CHRISTIAN HUEMER

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