Die Steiermark bekam eine kalte Wetter-Watsch'n
Zwei Tage vor dem meteorologischen Sommerbeginn sah es eher winterlich aus: Schneefall in der Obersteiermark und im Südburgenland.

Foto © APAOhne Regenschirm und Jacke ginng nichts
Sogar Reinhard Prugger von den meteo experts in Lienz ließ sich überraschen. "Dass es kalt wird", meinte er am Sonntag mit einem Blick auf das Thermometer, "haben wir schon erwartet, aber dass es Ende Mai schneit, ist sehr außergewöhnlich. Es ist nicht lange her, war es bereits um die 30 Grad warm."
30 Grad? Das war am ersten Tag des langen Pfingstwochenendes in der Steiermark nur eine Erinnerung - und wohl auch eine Hoffnung . . . Mariazell bildete den Kältepol mit Temperaturen um die drei bis vier Grad - zwei Tage vor dem meteorologischen Sommerbeginn. Auch der Rest des Landes holte bei sechs (Zeltweg) bis neun Grad (Graz) wieder die wärmeren Kleidungsstücke aus dem Schrank. Eine "kalte Watsch'n" nennt das Wetterexperte Prugger.
Gipfel der Kapriolen: Auf den Bergen und in einigen Tälern der Obersteiermark schneite es bis auf 1000 Meter herab, so etwa im Mariazeller Land. Aber das war noch nicht der Tiefenrekord; im Raum Kalteneck (nomen est omen) im Burgenland fiel bei zwei Plusgraden Schnee bis auf 700 Meter. "Der Schnee bleibt sogar liegen", schilderten Bewohner, "die Hausdächer sind weiß angezuckert." So mancher Autofahrer im Bezirk Oberwart musste sich auf winterliche Verhältnisse einstellen.
West-Ost-Gefälle. Das Wetter präsentierte sich am Sonntag in Österreich in einem West-Ost-Gefälle: Am kältesten war es im Burgenland, in Niederösterreich und der Steiermark. Schuld daran ist polare Luft aus dem Norden, die jetzt langsam nach Südwest dreht. In Klagenfurt zum Beispiel wurden am Sonntag im Vergleich warme 16 Grad gemessen. "Bei dieser ungewöhnlichen Situation ist es sehr schwierig, eine Prognose abzugeben. Die nächsten Tage erwartet uns ein typisches Aprilwetter - unberechenbar."








