Spielberg wird Stadt
"Auf Augenhöhe mit Knittelfeld und Zeltweg" will Bürgermeister Kurt Binderbauer sein. SPÖ, FPÖ und Grüne für Stadterhebung, ÖVP nicht.
Wir liegen zwischen zwei Städten. In Zukunft wird Spielberg auf Augenhöhe mit Knittelfeld und Zeltweg stehen. Etwa, wenn es einmal um den Zusammenschluss zu größeren Einheiten gehen sollte", meint Kurt Binderbauer, Bürgermeister von Spielberg.
Weiterer Schritt. In der jüngsten Gemeinderatssitzung erfolgte ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Stadterhebung: Mit den Stimmen der SPÖ, FPÖ und der Grünen wurde beschlossen, den Antrag auf Stadterhebung bei der Landesregierung einzubringen. Die drei Mandatare der ÖVP enthielten sich ihrer Stimme. "In wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist ein derartiger Schritt nicht angebracht", argumentiert VP-Vizebürgermeister Max Koini.
Symbolische Auszeichnung. Binderbauer sieht in der Stadterhebung eine symbolische Auszeichnung für die positive Entwicklung der Gemeinde: "Wir haben 5500 Einwohner, Tendenz steigend. Die wirtschaftliche Lage ist überall schwierig, aber bei uns hat sich die Infrastruktur gut entwickelt. Das Projekt Spielberg und Ö-Ring hat überregionale Bedeutung und das, was wir in Sachen Kultur anbieten, strahlt steiermarkweit aus."
Wappen. Bei der Verleihung des Wappens im Jahr 1978 habe man 3500 Einwohner, bei der Erhebung zur Marktgemeinde 4100 Einwohner gehabt.Binderbauer hofft, dass der Beschluss der Landesregierung und die Verordnung zur Stadterhebung vor dem Sommer ins Haus stehen: "Wir haben im Vorfeld von allen Fachabteilungen des Landes und von der Bezirkshauptmannschaft positive Signale bekommen", so Binderbauer.
Offizielle Stadtgemeinde. Mit der Stadterhebung würde man offiziell als Stadtgemeinde Spielberg firmieren: "Der Zusatz ,bei Knittelfeld' würde wegfallen. Das ist für mich wichtig, weil damit unsere Eigenständigkeit dokumentiert wird." Der Festakt soll im Herbst über die Bühne gehen: "Da haben wir auch 25 Jahre Marktgemeinde und 25 Jahre Realschule zu feiern."








