KPÖ wettert gegen Schulausflug zur "Airpower"
Wenn es Direktor erlaubt, dürfen Schüler zur "Airpower" nach Zeltweg. KPÖ wettert dagegen. Landesschulrat gewinnt Flugshow Positives ab.

Foto © AP
Autonom können Direktoren entscheiden, ob sie Schülern am Freitag, 26. Juni, in der Unterrichtszeit einen beaufsichtigten Besuch der Flugshow Airpower in Zeltweg erlauben.
Die KPÖ strikt dagegen. Schüler dürften "nicht für eine Rüstungsschau missbraucht werden", wettert Landtagsabgeordnete Renate Pacher. Es handle sich um eine "Leistungsschau der Rüstungsindustrie". Fliegerisches Können und Faszination der Technik seien ein Vorwand. Der tatsächliche Zweck "Töten und Zerstören" rücke in den Hintergrund. Bildungslandesrätin Bettina Vollath und Landesschulratspräsident Wolfgang Erlitz hätten sich "feige" vor einer Antwort auf einen diesbezüglichen offenen Brief der KPÖ gedrückt, kritisiert Pacher.
Erlitz für Besuch. Peinlich freilich, dass sie eine Antwort übersehen hat, die der Landesschulratspräsident der KPÖ schon vor Wochen übermittelt hat. Erlitz hat kein Problem, wenn Schüler zur Flugshow gehen. Es seien etwa Transportflugzeuge zu sehen, die Soldaten zu Friedenseinsätzen bringen, oder Hubschrauber und Flugzeuge, die bei Katastrophen helfen. Waffen stünden nicht im Vordergrund. Eine Argumentation, der sich Landesrätin Vollath bereits im Landtag angeschlossen hat. Einen schulfreien Tag werde es für die Show aber nicht geben.
Keine aktive Flugshow-Werbung. Airpower-Sprecher Karl Krainer vom Bundesheer meint, es gebe keine aktive Flugshow-Werbung in Schulen. "Unsere Info-Offiziere klären Schüler aber im Rahmen der politischen Bildung über sicherheitspolitische Aufgaben des Heeres auf und die Airpower ist als praktischer Teil für Interessierte eine gute Ergänzung." Verhandlungen mit den ÖBB über eine ermäßigte Anfahrt für Schüler seien im Laufen.









