Vorbereitungszeit für Airpower 09 wird knapp
Airpower 09 in Zeltweg wird kleiner als bisherige Flugshows, verliere aber nicht an Qualität, sagt Organisationschef Karl Gruber. Noch keine Fixzusage von Flugstaffeln.

Foto © APAAirpower 09 in Zeltweg wird kleiner als bisherige Flugshows
Mit der Flugshow Airpower 09 steigt am 26. und 27. Juni in Zeltweg die größte Veranstaltung des Jahres mit erwarteten 250.000 Besuchern. Die Vorbereitungszeit ist kurz, weil Verteidigungsminister Norbert Darabos aufgrund der Neuwahlen erst Anfang Dezember grünes Licht gegeben hat. Organisationschef ist Brigadier Karl Gruber, Leiter des Teilstabes Luft im Streitkräfte-Führungskommando. Wir haben uns bei ihm nach dem aktuellen Stand erkundigt.
Herr Brigadier Gruber, bei den bisherigen Flugshows in Zeltweg war die Vorbereitungszeit wesentlich länger. Geht sich das bis Ende Juni überhaupt aus?
KARL GRUBER: Es muss sich ausgehen. Wir sind am Aufholen.
Woran arbeiten Sie derzeit?
GRUBER: Wir müssen ermitteln, wieviel Geld wofür zur Verfügung steht. Am Montag wird das Budget genau festgelegt. Da haben wir großen Zeitdruck.
Warum?
GRUBER: Red Bull und das Land Steiermark sind Sponsoren, das Bundesheer tritt als Veranstalter auf. Und als solcher sind wir an öffentliche Vergabeverfahren gebunden. Das heißt: Größere Posten wie etwa Catering, Videowalls oder Drucksorten müssen europaweit ausgeschrieben werden. Das wird knapp.
Was kostet die Show?
GRUBER: Insgesamt rund drei Millionen Euro. Je 800.000 von Bund, Land und Red Bull. Der Rest wird über Einnahmen finanziert, die wir beim Flugtag haben.
Wissen Sie schon, welche Flugstaffeln kommen?
GRUBER: Die Einladungen sind draußen, definitive Zusage gibt es noch keine. Positive Vorgespräche gibt es mit der Patrouille de Suisse und der italienischen Staffel Frecce Tricolori. Ein Nachteil ist, dass es am gleichen Wochenende Flugshows in Frankreich und England gibt.
Heißt das, die Airpower 09 wird kleiner als die bisherigen Shows?
GRUBER: Ja. Die Show 2005 war eine schwer erreichbare Spitzenleistung. Um sie zu erreichen, hätten wir früher anfangen müssen. Wir bieten dennoch viel Qualität, so wird das Bundesheer andere Schwerpunkte setzen.
Das heißt?
GRUBER: Dass wir weniger die technische Leistungsfähigkeit einzelner Geräte hervorkehren, sondern auf den Nutzen, der sich daraus ergibt. So demonstriert etwa ein Black-Hawk-Hubschrauber, wieviel Holz er auf einmal abtransportieren kann - so wie das nach Schäden durch das Sturmtief Paula oft in der Praxis geschehen ist.
Und die Eurofighter?
GRUBER: Werden selbstverständlich fliegen. Wir arbeiten daran, einen gemeinsamen Überflug von Eurofightern aus allen fünf Staaten zu ermöglichen, in denen diese Flugzeuge im Einsatz sind.
Es gibt Stimmen, die die Gefahren einer solchen Show kritisieren. Was halten Sie davon?
GRUBER: Eine gewisse Gefahr kann niemand wegleugnen. Aber die international geltenden Sicherheitsrichtlinien sind extrem streng und werden - wie schon bei den bisherigen Flugtagen - genau eingehalten.








