Bundesheer bei Eurofighter-Einführung wieder im Plan
Bundesheer nach Anfangsschwierigkeiten bei Jet-Einführung wieder im Plan.

Foto © APAAm Dienstag ist der siebente von 15 Jets nach Österreich überstellt worden.
Nach Anfangsschwierigkeiten ist das Bundesheer bei
der Eurofighter-Einführung wieder im Plan. Ab Juli wird der
österreichische Luftraum mit den neuen Abfangjägern überwacht. Im
steirischen Stationierungsort Zeltweg ist man mit der eigenen
Leistung, die als Pferde-Wechsel bei voller Fahrt beschreiben wird,
zufrieden. Weniger glücklich ist man hingegen mit den ständigen
Diskussionen um die umstrittenen Flieger und den von politischer
Seite verordneten Einsparungen.
"Spar-Paket".
Von offizieller Seite wird das "Spar-Paket" von
Verteidigungsminister Norbert Darabos (S) energisch verteidigt. So
wird der Verzicht auf die moderne Tranche II damit begründet, dass
sich die Aufgabe der Flieger lediglich auf die Luftraumüberwachung
beschränke und man daher keine Mehrrollen-Fähigkeit (Luft-Boden,
Anm.) brauche. Gleichzeitig wirf man der schwarz-blau-orangen
Vorgängerregierung vor, durch das Drücken des Eurofighter-Preises
unter die magischen zwei Milliarden Euro Zusatzkosten verursacht zu
haben. In ein paar Jahren müsste man etwa Zusatztanks teuer
nachkaufen, sagte Generalstabschef Edmund Entacher bei einer
Medien-Veranstaltung.
Zusatzausrüstungen.
Dass auch die von Darabos erwirken Leistungskürzungen früher oder
später zu Zusatzausrüstungen führen würden, wird offiziell hingegen
bestritten. Unter der Hand wird dies in Zeltweg jedoch bestätigt. Der
Leistungsverzicht mache ein früheres Update nötig, heißt es.
Ersatzlösung.
Bestätigt wurde von Entacher, dass die veralteten Saab 105 nicht
mehr modernisiert werden. Bis Jahresmitte soll eine Ersatzlösung für
die Trainer gefunden werden, ob Kauf oder Leasing sei noch offen. Im
Gespräch sind unter anderem italienische Flugzeuge. Insgesamt laufe
die Eurofighter-Einführung planmäßig, heißt es aus beim Heer. Im
April seien auch erstmals die Soll-Flugstunden erreicht worden.
Siebenter Jet eingetroffen.
Am Dienstag ist der siebente von 15 Jets nach Österreich
überstellt worden. Bis Jahresende sollten 12 Maschinen geliefert
sein, der Rest 2009. Bei Normalbetrieb werden zwei Flieger von 8 bis
20 Uhr startbereit sein. Bei höchster Intensitätsstufe können acht
Eurofighter für ein paar Wochen rund um die Uhr einsatzbereit
gehalten werden. "Mehr geht nicht", erklärt man im Zeltweg. Bisher
haben sechs Piloten die Ausbildung abgeschlossen, bis Jahresende
sollen es 14 sein.









