Vollgas bis zum Ja-Wort
Über Beulen, Strafen und einen Heiratsantrag am Podium.
MOTORSPORT. Der vielleicht emotionale Höhepunkt des ADAC Masters hatte nicht mit schnellen Autos zu tun. Bei der Procar-Siegerehrung sorgte der Drittplatzierte Ralf Glatzel (GER) direkt auf dem Podium mit seinem Heiratsantrag an Freundin Luci für feuchte Augen. Und für eine positive Antwort der künftigen Braut: "Ja."
Zwölf Rennen in fünf Kategorien wurden in Spielberg ausgetragen, vor den Augen von 9700 Fans. Mit Hari Proczyk (Mercedes Benz AMG SLS GT3), Gottfried Grasser und Peter Ebner (beide Lamborghini Gallardo LP600+) duellierten sich auch drei Lokalmatadore.
Mit Andrea Piccini (Italien) pilotierte Grasser am Sonntag seinen Boliden auf Platz 20 - eigentlich ein Wunder nach dem 50.000-Euro-Rennunfall in der ersten Kurve im Auftaktrennen. "Wir sind unschuldig zum Handkuss gekommen. Das Auto war aber kaputt. Wir haben die ganze Nacht durchgearbeitet, damit wir wieder starten konnten", erzählt Grasser. Die Freude über die Leistung seiner Mitarbeiter trübt der Ärger über die Rennleitung, die dem Team beim zweiten Rennen eine Strafe wegen nicht korrekter Startaufstellung aufbrummte.
Doppelt erwischte es Proczyk und Dominik Baumann. Zuerst kassierte der St. Margarethener nach einer Berührung eine Durchfahrtsstrafe und dann gab es erstmals nach 25 Rennen durch einen Getriebeschaden das vorzeitig Aus: "Bei 40 Autos lässt sich eine Berührung nicht vermeiden. Die Rennleitung war sehr sensibel."
Mit Rang 19 war Debütant Peter Ebner bester Lokalmatador und bester Lamborghini-Pilot. "Ich konnte mich kontinuierlich steigern. Der Zeitvergleich mit den anderen Piloten im selben Fahrzeug zählt und der ist okay", so Ebner. ALFRED TAUCHER
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