Wolong will ATB zu führendem Motorenhersteller machen
Die chinesische Wolong-Gruppe will den bei der A-Tec-Insolvenz übernommenen steirischen Motorenhersteller ATB Austria Antriebstechnik AG zum Weltmarktführer machen.

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"Geben Sie uns fünf Jahre Zeit, dann werden wir ATB weltweit zur Nummer 1 der Branche gemacht haben", zitiert das neue "Format" den Vorstandschef der Wolong Holding, Jiancheng Chen. ATB soll dem Magazin zufolge als Brückenkopf für künftige milliardenschwere Unternehmenskäufe fungieren, die derzeit vor allem in den USA verhandelt werden. Laut ATB-Kreisen soll dem Bericht zufolge der ATB-Umsatz nach Eingliederung zweier derzeit in den USA verhandelter Akquisitionen von rund 300 Mio. schlagartig auf sieben Milliarden steigen können.
Amerika-Töchter
Die beiden neuen sowie weitere Amerika-Töchter sollen den weltweiten Vertrieb besorgen, während in Europa Forschung und Entwicklung konzentriert werden könnten. Beim ATB-Kauf hatte Chen den Bau eines F&E-Zentrums in Österreich verkündet, erinnert "Format". Um den Standort rittert laut Magazin neben Österreich (Wien oder Spielberg) aber auch Düsseldorf. Dem steirischen Landeshauptmann Franz Voves, der den Wolong-Chef vorige Woche beim Skiweltcup-Finale in Schladming getroffen hat, soll der Wolong-Boss dazu von "guten Gesprächen und großem Interesse" deutscher Politiker berichtet haben.
Der Wolong-Mischkonzern mit Sitz in Shangyu erzielte zuletzt mit rund 6.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 700 Mio. Euro, expandiert aber schnell. Durch Akquisitionen will man zum "Siemens des Ostens" werden, so das Magazin. Der ATB-Kauf für gut 100 Mio. Euro war das erste Auslandsinvestment der 1984 gegründeten Wolong.









