Arbesser ist zufrieden
Ombudsmann konstatiert geringe Lärmgrenzenüberschreitung am Ring.

Foto © Kanizaj Ohrenbetäubend war es manchmal, wie hier am Eröffnungstag im Mai. Insgesamt blieb der Lärm in Grenzen
Mit der heurigen Eröffnung des Red Bull Ringes trat auch Karl Arbesser offiziell seinen Dienst als Ombudsmann an, der auf Lärmschutz und die Rechte der Anrainer achten soll. Diesen Job hat er bis zum Jahr 2016, dafür gibt es vom Land Steiermark eine Gesamtgage von 370.000 Euro. Das war einst Teil eines Gesamtpaketes, das Arbesser mit dem Land ausverhandelt hat. Dafür verzichtete er auf einen Einspruch gegen das Projekt.
Ein weiterer Teil dieses Paketes waren die Lärmgrenzen - und die wurden in der ersten Saison fast eingehalten. Statt eines durchschnittlichen Jahresschallpegels von 61 Dezibel lag die Belastung bei 62,4 Dezibel.
Die offizielle Messstation liegt in der Sonnenring-Siedlung einige hundert Meter vom Red Bull Ring entfernt. "Die Messdaten rufe ich täglich zu Hause von meinem Rechner ab", sagt Arbesser. Außerdem betreibe er eine selbst eine zweite Messstation: "Die Daten decken sich im Großen und Ganzen, insgesamt sind die Werte sehr befriedigend", so der Ombudsmann, der selbst einmal pro Woche am Ringgelände auftaucht.
Zur Frage, ob er dort inspiziere, meint er: "Das klingt so hochtrabend, nein, ich schau mich einfach um, was sich tut. Schließlich muss ich informiert sein, wenn sich Leute beschweren." Wenn es am Ring lauter zugehe, erhalte er etliche Anrufe von Anrainern. "Das war etwa der Fall, als sich Hannes Arch mit seinem Flugzeug an einem Sonntag ein Duell mit einem Rennwagen geliefert hat. Das habe ich auch angezeigt."
Red Bull hat die erlaubten Veranstaltungstage heuer nicht ausgenutzt, das Lärmkontingent wurde nicht überschritten - und deshalb auch die Strafe von 15.000 Euro pro Tag nicht fällig.








