Obersteirische ATB-Mitarbeiter lehnen Gehaltsverzicht ab
Der Abstimmungs-Vorstoß des Unternehmens endete mit Ablehnung durch die Belegschaft.

Foto © ATBATB in Spielberg
Neben Magna hat es auch beim obersteirischen Elektromotorenhersteller ATB in Spielberg, einer 98-Prozenttochter der börsennotierten A-Tec, einen Vorstoß der Unternehmensführung gegeben, Mitarbeiter zu einem Gehaltsverzicht zu bewegen. Dies bestätigte der ÖGB Steiermark am Montag auf APA-Anfrage. Demnach wurde ein Lohnverzicht von zehn Prozent bei den Ist-Überzahlungen vorgeschlagen, unter die Kollektivvertragsgrenze wäre man nicht gegangen. Fünf Prozent sollte in freien Tagen abgegolten werden. Die Belegschaft lehnte den Vorschlag in einer Abstimmung mit fast 60 Prozent Mehrheit ab.
Knapp zwei Drittel dagegen. Die Abstimmung sei vor einigen Tagen erfolgt, von rund 560 Beschäftigten in Spielberger Werk hätten 370 teilgenommen, so ein ÖGB-Sprecher. Davon wären 59,2 Prozent gegen und 40,8 Prozent für den Gehaltsverzicht gewesen. Die Bedingungen seien insgesamt "deutlich besser" gewesen als jene, die den Magna-Mitarbeitern unterbreitet worden seien, hieß es seitens des ÖGB. Der Gehaltsverzicht bei ATB wäre bei Rückkehr in die Gewinnzone auch zurückgezahlt worden. Dem Vernehmen nach soll die Unternehmensleitung die Angelegenheit weiter verfolgen.
Forderung. Wie es nun weitergehe, weiß man beim ÖGB nicht: "Gegen Einzelvereinbarungen könne man ohnehin nichts machen, wenn die Unternehmensleitung auf jeden Beschäftigten individuell zugeht", so der Sprecher. In einem offenen Brief an ÖGB und Arbeiterkammer hatten am Wochenende die Betriebsräte des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB) im obersteirischen Aichfeld zu einer "entschiedeneren Haltung gegen Druck der Unternehmer in Richtung Lohnkürzung" aufgefordert.









