"Gläserner Athlet": Vor allem für Nachwuchs eine perfekte Sache?
Radsportverband will mit der Initiative "Austrian Cycling Against Doping" für mehr Transparenz sorgen. Die heimischen Fahrer nehmen Stellung.

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Markus Eibegger legte einen tollen Start in die neue Saison hin: Mit dem LRV-Steiermark-Team gewann der Spielberger, unterstützt von seinem Elk-Profi-Kollegen Martin Schöffmann sowie der jungen Rapso-Knittelfeld-Garde Gernot Auer, Markus Gollmann, Josef Tatschl und Jörg Thalhammer, die zweite Etappe der Istrian Spring Trophy. Dort waren 29 Teams aus 15 Nationen am Start.
"Austrian Cycling Against Doping". Persönlich nichts abgewinnen kann Eibegger der Initiative "Austrian Cycling Against Doping" des österreichischen Radsportverbandes (wir berichteten). Dabei sollen die heimischen Radfahrer zu "gläsernen Athleten" werden, deren Laborwerte im Internet einsehbar sind. "Das Ganze auf Freiwilligkeit aufzubauen, ist nicht in Ordnung. Entweder gibt es eine Vorschrift oder man lässt es", meint Eibegger. Er selbst müsse ohnehin täglich mit Dopingkontrollen durch die WADA (World Anti-Doping Agency) rechnen und seinen Tagesablauf und Aufenthalt bekannt geben. Die geplante Initiative sei deshalb vor allem für Fahrer von Kontinentalklubs abwärts ein Thema.
Vorteil für Freiwillige. Sein Elk-Klubkollege Stefan Rucker erklärt: "Ich hoffe der Verband wird uns noch ausführlich darüber informieren." Generell findet der 29-jährige Radprofi die Idee in Ordnung. Er will sich auch freiwillig dieser Doping-Initiative anschließen. "Für mich persönlich ändert sich zwar nichts. In der momentanen Situation ist jede Idee gut, die positiv für den Radsport ist", sagt Rucker. Geht es nach ihm, sollte es aber für Freiwillige einen Vorteil bei Nationalteam-Nominierungen geben. "Bei gleicher Leistung sollte bei einer Einberufung der ,gläserne Radfahrer' bevorzugt werden."
Christian Pfannberger, beim russischen Team "Katyusha" unter Vertrag, bei dem 27 Fahrer aus 15 Nationen in die Pedale treten, und das über ein 15 Millionen Euro-Budget verfügen soll, bläst ins selbe Horn wie Eibegger: "Wir Profis werden sowieso ständig getestet, ein besseres Programm gibt es nicht." Einen Vorteil sieht er aber für Nachwuchsfahrer, die sich mit dem Projekt perfekt auf das Profileben vorbereiten könnten.









