Verlust hunderter Arbeitsplätze bis Jahresende befürchtet
Die Auswirkungen der Finanzkrise machen sich auch bei steirischen Betrieben immer stärker bemerkbar.

Foto © APAIn der Steiermark sind die Arbeitslosenzahlen nach 30 Monaten erstmals wieder angestiegen
Die Wirtschaftskrise breitet sich in der Steiermark aus. Derzeit am stärksten betroffen ist der Autohersteller Magna Steyr, der, wie berichtet, bis Jahresende 800 Mitarbeiter abbauen wird. Das ist erst der Anfang. Gravierende Probleme mit der Auftragslage erwarten auch Unternehmen in der Stahl- und Maschinenbranche und im Baugewerbe. Praktisch bedeutet das, es werden in den nächsten Monaten noch hunderte Arbeitsplätze verloren gehen.
Wirtschaftswachstum. Ein Kriterium für die künftige Entwicklung der steirischen Wirtschaft sind die Konjunkturzahlen. Das Wirtschaftswachstum wird im kommenden Jahr in Österreich bei nur noch 0,8 Prozent eingeschätzt und das ist viel zu wenig, um Arbeitsplätze zu sichern. In der Steiermark hat der Trend im Arbeitsmarkt bereits umgeschlagen, erstmals nach 30 Monaten sind die Arbeitslosenzahlen wieder angestiegen, um 1,1 Prozent.
Aufträge gehen zurück. Unternehmen, in denen die Forschung eine wichtige Rolle spielt, dazu gehören z. B. Andritz, AVL List, Paar, Knapp, GAW, Epcos, sind besser gegen die Gegenströmung abgesichert. AVL List etwa stockt weiterhin Personal auf, auch Magna Steyr sucht für die Entwicklungsabteilung neue Mitarbeiter. Alles in allem genommen, sagt der Präsident der Industriellenvereinigung und Chef der GAW, Jochen Pildner-Steinburg, müsse die steirische Industrie insbesondere im Metallbereich mit sinkenden Aufträgen rechnen. In der GAW wurden bereits Auftragsstornos entgegengenommen, die vom Umfang her noch wenig ausmachen. Er sei aber über die Entwicklung im Gesamten besorgt.
Andritz AG. Der Anlagenbaukonzern Andritz hat, wie andere Steirer an der Börse, mit bisweilen heftigen Kursausschlägen nach unten zu kämpfen. Ein wesentlicher Faktor für die Kursentwicklung wird die Entscheidung über den Bau des Ilisu-Staudamms in der Türkei sein. Im Dezember wird entschieden.









