Kamera hielt Todessturz fest
46-jähriger Judenburger machte Bilder mit dem Selbstauslöser auf der Aussichtsplattform in Seckau. Dabei setzte er sich auf das Geländer, er dürfte nach hinten gekippt sein und stürzte 36 Meter in die Tiefe.

Foto © KKDer "Turm im Gebirge" in Seckau
Die letzten Sekunden im Leben des Manfred T. aus Judenburg, sie sind festgehalten auf der Digitalkamera des 46-Jährigen. Der Obersteirer stürzte Sonntagnachmittag von einem Aussichtsturm in Seckau in den Tod, als er sich mittels Selbstauslöser fotografierte.
Der "Turm im Gebirge" am Tremmelberg, 42 Meter hoch und weithin sichtbar, war am Sonntag Ziel eines Ausflugs des alleinstehenden Manfred T. aus Judenburg. Sein Auto stellte er auf dem Parkplatz ab, dann wanderte er hinauf zu der spektakulären Holzkonstruktion, die er bis zur letzten Plattform (36 Meter) bestieg. Dort machte er drei Bilder. Erst fotografierte er die Aussicht, dann sich selbst vor dem Geländer stehend. Zuletzt wollte er noch ein Foto von sich machen, wie er auf dem etwas mehr als einen Meter hohen Geländer sitzt. Er positionierte die Kamera, aktivierte den Selbstauslöser - und beeilte sich, rechtzeitig aufs Geländer zu klettern. "Dabei nahm er wohl zu viel Schwung", so ein Polizist. Die Kamera löste just in dem Moment aus, als Manfred T. nach hinten kippte. Er stürzte in die Tiefe und prallte direkt vor einer Wanderin auf den Waldboden - Genickbruch. Die Augenzeugin erlitt einen Schock.
Fremdverschulden ist laut Polizei auszuschließen.









