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    Zuletzt aktualisiert: 24.07.2010 um 20:16 UhrKommentare

    Zeit haben, auf die Alm zu gehen

    Wie Willibald Eisenbeutel mit Kas und Speck Wolfgang Schüssel "das Leben rettete" und was die Hochalm mit Rom verbindet: 350 Jahre Maria Schnee. Ein Geburtstagsständchen in Wort und Bild.

    Auf 1822 Meter Seehöhe ist Schnee im Sommer nichts Ungewöhnliches

    Foto © PrivatAuf 1822 Meter Seehöhe ist Schnee im Sommer nichts Ungewöhnliches

    Manch einer würde die berühmte kräftige Beuschelsuppe von damals, frisch mit Almkräutern zubereitet, gewiss auch heute vertragen, nach diesem Aufstieg zur Kirche. 1822 Meter Seehöhe. Altkanzler Wolfgang Schüssel etwa, als er anno '89 plötzlich mit einer Runde völlig abgekämpft um eine Jause bat. Ohne Proviant waren sie den Seckauer Zinken hochgekraxelt. Willibald Eisenbeutel, eben nach Renovierungsarbeiten mit Aufräumen beschäftigt, packte Butter, Kas und Speck wieder aus, der Ofen war auch noch warm. Ratzeputz wurde alles vertilgt.

    Späterer Tenor unten im Kloster: Der gute Willi hat uns Wanderern das Leben gerettet. Nur eine von tausendundeiner Anekdote rund um Maria Schnee, die Hochalmkirche in Seckau, die diesen Sommer 350-Jahr-Jubiläum feiert. Zum großen Festtag wird am 1. August geladen.

    Der gute Willibald also, zupackende Seele der Abtei, Tourismuschef und von Kindertagen an mit der Hochalm verbunden. Wassertragen für das Pfarrhaus droben war damals angesagt, zum Tee und Suppe kochen, für den Abwasch. 200 Meter weit zog sich der Weg von der Quelle. "Ganz schön weit und schwer", erinnert sich Eisenbeutel an einfachste Verhältnisse. Und schwelgt heute noch gern mit anderen Wasserschleppern in den Abenteuern der Kindheit.

    Ein dickes Album hat Eisenbeutel für unser Treffen mitgebracht, zu dem sich die Hochalm ein Wolkenhauberl aufgesetzt hat. Fotos erzählen von unzähligen Touren, Renovierungsarbeiten, natürlich von der Mutter Gottes, die der Kirche seit Anfang des 18. Jahrhunderts ihren Namen gibt. Als kleine Skulptur wohnt Maria seitdem dort, wird wegen der feuchten Witterung allwinterlich im Kühbergerhof einquartiert: Ein Sohn hatte nach Genesung seiner schwer erkrankten Frau gelobt, sie jedes Frühjahr wieder hinaufzutragen.

    Dieser letzte Bauer von Seckau zählt ebenso zum harten Kern der freiwilligen Helfer wie Hans Perwein vulgo Weiermoar, Heidi und Heribert Kargl sowie Adolf Friedl: Friedl kümmert sich seit 15 Jahren als Universalhandwerker um die Kirche. "Zum Glück gibt es genügend finanzielle Gönner, die den Erhalt erst ermöglichen", freut sich Eisenbeutel.

    Verzuckert

    350 Jahre Maria Schnee. Der Name mahnt nicht allein daran, dass der Wettergott regelmäßig auch im Sommer die Alm eisig verzuckert. Er bezieht sich auf die Gründungslegende einer berühmten Kollegin: Santa Maria Maggiore. Am 5. August 353 soll es in Rom geschneit haben, um den Platz für den Kirchenbau anzuzeigen. Seckau feiert an diesem Tag das Patrozinium.

    Bis über beide Ohren steckt der Tourismuschef in der Vorbereitung für den Festsonntag, reist gedanklich ins Jahr 1860: "In diesem Sommer waren zum 200-Jahr-Jubiläum 15.000 Pilger auf der Alm! Da frage ich mich schon, wie einfach das damals gegangen sein muss." Keine Parkplatz-Probleme, keine Sorgen mit Genehmigungen und einfach Zeit, mehrere Tage unterwegs zu sein.

    Willibald Eisenbeutel selbst macht sich noch immer gerne auf den Weg. Am liebsten alleine, um bewusst die Schönheit der Almböden einzusaugen, vielleicht wirklich die Nähe zum Himmel zu spüren. Über eine von tausend Anekdoten schmunzeln und gar nicht bös sein, dass er sich das Wassertragen heute erspart. Nur die Beuschelsuppe, die wäre noch immer verlockend kräftig.

    BETTINA OBERRAINER

    ZUM FESTPROGRAMM

    So feiert Seckau 350 Jahre Hochalmkirche Maria Schnee:

    Anna-Tag morgen, 26. Juli, Heilige Messe ab 9.30 Uhr

    Festtag zum Jubiläum am Sonntag, 1. August, dem 2. Hochalmsonntag: ab 8 Uhr Prozession von der Wetterlärche beim Schroateck auf die Hochalm, Heilige Messen ab 8.30 sowie ab 10 Uhr, Zweitere mit Bischof Egon Kapellari

    Patrozinium Maria Schnee am Donnerstag, 5. August, Heilige Messe ab 9.30 Uhr

    Baubeginn der Hochalmkirche war am 10. Mai 1660, schon am 2. Juli wurde sie zu Ehren des Viehpatrons Hieronymus geweiht.

    Prozessionen seit dem 18. Jhdt.

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