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Was tun, wenn's brennt?
Katastrophenmanager aus 20 Nationen trainieren auf der Seetaler Alpe. Den heuer einzigen Kurs leitet Österreichs Verbindungsmann zur UNO.

Foto © PrivatWeltumspannendes Katastrophenmanagement am Truppenübungsplatz Seetaler Alpe: Brigadier Alois Hirschmugl (links) trainiert 32 Teilnehmer aus 20 Nationen von Südkorea bis Amerika
Sie durchpflügen das Gelände am Truppenübungsplatz Seetaler Alpe, finden das Bild eines gesprengten Hauses. Oder von explodierenden Containern voller Schießpulver. Was tun? Übungsannahme auf der Alpe, wo diese Woche 32 Katastropenmanager aus 20 Nationen die richtige Handhabung für den Ernstfall trainieren. Am Schalthebel sitzt Brigadier Alois Hirschmugl, jener Mann, nach dem die UNO bevorzugt schreit, wenn es irgendwo auf der Welt brennt. Bei acht UNO-Einsätzen war er bisher dabei, oben erwähntes Containerunglück passierte tatsächlich auf Zypern.
Dieser heuer weltweit einzige Kurs lehrt Theorie und Praxis, Österreich steht im Mittelpunkt des Katastrophenmanagementtrainings der Vereinten Nationen. Erstmals ist das Ganze eine Kooperation des Landes mit dem Österreichischen Bundesheer. Höchstes Augenmerk gilt dem "On Site Operations Center" (OSOCC), wichtiges Element bei Großkatastrophen. Alois Hirschmugl informiert über Methoden, die Nutzung neuer Technologien und Satellitenbildern, Drohnen. "Wir trainieren, wie man Informationen visualisiert." Handhabung international angewendeter Geoinformationssysteme, nennt sich das.
Analyse
Praktisch erkunden die Teilnehmer am Tüpl rund 40 verschiedene "Schadstellen", eben per Foto dokumentiert. Diese Katastrophen müssen analysiert, die richtigen Schlüsse daraus gezogen werden. Also wo Prioritäten setzen, welches Team schicke ich wohin und in welcher Reihenfolge? "Es geht um die Koordination der internationalen Teams", erklärt Hirschmugl. Welche Kräfte werden für welche Katastrophe gebraucht, welche Hunde.
Das Gelände des Truppenübungsplatzes bewertet Alois Hirschmugl als optimalen Trainingsort. Überhaupt soll die Steiermark als internationale Ausbildungsstätte für Katastrophenmanagement in Österreich positioniert werden. Nachhaltige Verpflegung kommt dabei nicht zu kurz: Bauern liefern Spezialitäten aus der Region auf die Alpe.




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