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Sammler aus Leidenschaft
In Ausstellungen zeigt Günther Hösele 1800 Instrumente und vieles mehr.

Foto © Michaela FröhlichAccordeon aus dem Jahr 1832: Eine Rarität in der 1800 Stück starken Instrumentensammlung von Günther Hösele
In jedem Menschen steckt ein Sammler, ist Günther Hösele überzeugt. Bei ihm ist die Sammelleidenschaft allerdings besonders stark ausgeprägt: 1800 Musikinstrumente hat der Kindberger gemeinsam mit seiner Frau Christa zusammengetragen.
Begonnen hat alles im Jahr 1966: In Graz schloss ein Musikgeschäft, Hösele nutzte die Gelegenheit, günstig Instrumente zu erstehen. Verwandte und Bekannte kamen der Bitte nach, ethnologische Musikinstrumente von ihren Reisen mitzunehmen. Auch die Höseles verschlug es in alle Herren Länder: "Vorrangig, um an Objekte zu kommen, nicht um Urlaub zu machen", gesteht der Pensionist. Erst seit ein paar Jahren habe sich dies geändert. Auf der Suche bleibt er dennoch: Eine Bassbalalaika etwa würde er gerne sein Eigen nennen. Günther Hösele ist überzeugt: "Ich komme schon noch an eine."
Sammelwut. Irgendwann wurde es in den eigenen vier Wänden eng. Eine Bekannte schlug vor, die Instrumente auszustellen. Eine Idee, an der der 58-Jährige Gefallen fand und die er vor zehn Jahren erstmals umsetzte. Jedoch: Nicht nur Instrumente werden gezeigt, sondern 72.000 Zündholzschachteln, hunderte Papierkrippen oder Figuren aus dem Puppentheater. Die Sammelwut bezieht sich also längst nicht nur auf Instrumente.
Zungeninstrumente. Insgesamt haben die Höseles sechs Ausstellungen gestaltet, die österreichweit bereits hunderttausende Besucher gesehen haben. Darunter "Optische Täuschungen", die derzeit in St. Wolfgang/Kienberg präsentiert werden. Am 7. Juni wird im benachbarten St. Anna/Lavantegg (Bezirk Judenburg) die Ausstellung "Holzwurm trifft Ohrwurm" eröffnet. Zu sehen sind rund 200 so genannte Zungeninstrumente. Darunter eines der ältesten Accordeons der Welt: "Eine Rarität, die mit zwei c geschrieben wird", so Hösele, der nun die Instrumente irgendwo permanent zeigen möchte.
Features
Zur Person
Der Pensionist Günther Hösele wurde 1950 in Graz geboren. Beruflich verschlug es ihn 1969 nach Kindberg. Hösele unterrichtete Klavier und Violine, mittlerweile ist er in Pension. Seine Frau Christa arbeitete als Hauptschullehrerin. Seit zehn Jahren vermieten sie ihre Ausstellungen.




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