Neue Variante im Spiel
Verhindert eine neue Technologie die Schließung der Kläranlage Pernegg? Eine Grazer Firma bot sich an, das Land muss aber noch prüfen.
Dass die Pernegger Kläranlage geschleift und das Abwasser künftig in Frohnleiten entsorgt werden soll, sorgte im Herbst für Aufregung in Pernegg. Die ÖVP fürchtete, künftig der Preisgestaltung der Frohnleitener ausgeliefert zu sein und forderte, sich die Sache nochmals zu überlegen. Und die Alternative Liste Pernegg (ALP) hatte eine schriftliche Umfrage gestartet, für die immerhin 458 Perneggerinnen und Pernegger unterschrieben hatten.
Andere Wendung. Jetzt könnte die Sache doch noch eine andere Wendung nehmen, denn aufgrund der Berichte in der Kleinen Zeitung meldete sich die Grazer Firma Rotread. Diese Firma baut Kläranlagen mit neuer Technologie, bei der das Abwasser mittels Hohlfaser-Membranen gereinigt wird.
Diese Technologie wurde im Jahr 2006 mit dem Deutschen Umweltpreis ausgezeichnet. In der Steiermark läuft bisher nur eine Anlage, und zwar in St. Peter ob Judenburg. Laut dem dortigen Klärwärter Günther Assl funktioniert die Kläranlage technisch einwandfrei.
Ideale Lösung. Dies gibt ALP-Chefin Gerlinde Eder Hoffnung, dass eine solche Anlage auch für Pernegg die ideale Lösung wäre: "Man müsste die Kläranlage Pernegg nicht schließen, sondern könnte die bestehende Anlage umbauen und später auch das Abwasser aus Mixnitz dort reinigen."
Auch Bürgermeister Andreas Graßberger ist für diese Lösung offen: "Das Land wird das prüfen, und wenn die Variante akzeptabel ist, werden wir das diskutieren." Allerdings möchte er bis Ende Februar eine Entscheidung.
Beurteilung. Beim Land weiß man aber noch nichts von der neuen Entwicklung, wie Referatsleiter Urs Lesky von der Fachabteilung 19 A gestern sagte: "An uns ist die Gemeinde noch nicht herangetreten. Aber wenn sie das tut, werden wir auch diese Variante in die Beurteilung einbeziehen."









