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Komplizierter als gedacht
Sie war kompliziert zu bauen: Deswegen verzögerte sich Fertigstellung der neuen Brücke zwischen Kobenz und St. Margarethen um Monate.

Foto © APA/SujetEine Brücke für Radfahrer und Fußgänger wurde am Wochenende eröffnet
"Wir gehen noch heuer über diese Brücke", sagte die Kobenzer Bürgermeisterin Eva Leitold im Oktober des Vorjahres. Damals war Spatenstich für eine neue Brücke für Fußgänger und Radfahrer zwischen St. Margarethen bei Knittelfeld und Kobenz. Die Fertigstellung dauerte aber doch länger als geplant: Erst am vergangenen Wochenende wurde das Bauwerk eröffnet.
Die Verzögerung lag daran, dass der Bau um einiges komplizierter war, als angenommen. Es handelt sich um ein in Europa einzigartiges Projekt: Die beiden 32 Meter langen Brückenelemente sind in der Flussmitte durch einen schwimmenden Bootskörper verbunden, der mit dem Wasserpegel der Mur steigt und fällt. "Wir haben angenommen, dass der Bau schneller geht", sagt Stefan Steinbacher vom Architektenbüro Steinbacher Thierrichter. Schwierig sei vor allem die Anbringung des Schwimmkörpers gewesen. "Es musste sogar ein professioneller Schiffsbauer miteinbezogen werden", so Leitold.
Natürlich stiegen aufgrund der Verzögerungen auch die Kosten um 130.000 Euro. Ursprünglich waren 300.000 Euro veranschlagt.
Trotz der unerwarteten Vorkommnisse ist die Freude über die fertige Brücke groß. "Die Leute sind auch ganz begeistert", so Leitold. Roland Pucher, Bürgermeister von St. Margarethen, lobte bei der Eröffnung die gute Zusammenarbeit der beiden Gemeinden.
Mit der Brücke soll ein neues Naherholungsgebiet entstehen, sind nun doch die Freizeitanlage Zechner und die St. Margarethener Mur-Auen miteinander verbunden.



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