Winterbilanz: Deutsche Gäste und Schifahren bis August
Auch wenn der nächste Schnee schon wieder herunterschaut: Die Saison ist (fast) gelaufen, teilweise mit beachtlichen Zuwächsen: Zufriedenheit bis Jubel unter den Chefs der Murtaler Schiberge.

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In Hülle und Fülle! Vom Schnee her könnten wir ja bis August fahren..." tönt es von der Turracher Höhe. Tut es aber nicht, das steirisch-kärntnerische Paradies in Weiß, das die Saison traditionell bis hart in den Frühling dehnt: Schi ab heißt es erst am 1. Mai. Dann also, wenn anderswo gerade die letzten Matschbächlein versickern und die Gäste ihre Bretter längst gegen Inlineskater eingetauscht haben.
Bilanz. Zeit, Bilanz zu ziehen. Schaut doch "der nächste Schnee schon herunter", ist sich Thomas Hopf der Schnelllebigkeit bewusst. Der Chef der Gaaler Lifte zieht selbst noch als Ausbildner am Arlberg ein paar Schwünge und freut sich über die zweitstärkste Saison der Firmengeschichte: "Ein wunderbarer Winter mit keinem einzigen ausgefallenen Tag. Auch die Stimmung war bestens."
Zufriedenheit bis Jubel überhaupt unter den meisten Geschäftsführern der Murtaler Schiberge. Voran wohl der Kreischberg, der mit plus 30 Prozent auf das schon tolle Vorjahr eine besonders starke Saison abliefert: "Für uns ein Jahrhundertwinter", beschreibt Karl Schmidhofer das Glück idealen Zusammenspiels: die Ausweitung des Schigebietes, neue Pisten, der südliche Wettereinfluss, der das Murtal vor wilden Kapriolen verschont hat, weiters die neuen Betten. "Die machen sich ebenso auf der Grebenzen, wo die Seilbahn-Umsätze sehr gut laufen, und am Lachtal bemerkbar", so der Schibergesprecher.
Baustart. Und es können bereits die nächsten Daunendecken besorgt werden: Gestern war Baustart für weitere 80 Betten am Fuße des Kreischbergs. Wohin es laut Schmidhofer verstärkt die Deutschen wieder zieht - weil das Preis-Leistungsverhältnis für sie gepasst habe.
"Trendigsein". Insgesamt zählt das Gebiet, das das "Trendigsein" für sich beansprucht, stolze 280.000 Besucher diese Saison. Wobei die Hauptmärkte nach wie vor im Inland liegen. Und Karl Schmidhofer einen weiteren Wettbewerbsvorteil für das Murtal verbucht: "Dienstleistung mit Herz ist bei uns besonders ausgeprägt."
Lachtal. In "sensationell viel Schnee" bettete sich diesmal das Lachtal. Welches laut Geschäftsführer Wolfgang Rappold die vorige Rekordsaison noch mit knapp zehn Prozent toppen konnte: "Angesichts des ungünstigen Wetters im Februar und März eine Überraschung." Wie berichtet möchte das Traditionsschigebiet sieben Millionen Euro in die nächste Saison investieren: Dietrich-Alm erschließen, Schiroute nach Pusterwald, neuer Zinkenlift. Eine Million Euro soll in der Region aufgetrieben werden - und flugs sind 900.000 Euro schon im Beutel, nachdem Private, Firmen, Gesellschafter, Zweitwohnbesitzer in die Tasche griffen.
Investition liegt Josef Duscher von der Frauenalpe fern. Er will den einzigen kanonenlosen Schiberg als Nischenprodukt erhalten, blickt auf "keine schlechte Saison" zurück. Duscher setzt auf niedrige Fixkosten und will "mit den Großen" gar nicht erst konkurrieren. Die mit 21 Euro im Vergleich günstige Tageskarte habe sich angesichts der Wirtschaftslage als optimal erwiesen: "Wir hatten deshalb ein gutes Echo und behalten diesen Preis auch für die nächste Saison."
Und wenn der Schnee wieder kommt, "passt es".








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