Sogar eine längere Auszeit ist ein Thema
Nicole Gergely hat Probleme beim Abschlag. Das könnte noch weitreichende Folgen haben.
GOLF. Außer Spesen nichts gewesen! Das gilt leider auch für die beiden Auftritte von Nicole Gergely bei der Ladies European Tour in Australien. Sowohl in Melbourne als auch zuletzt in Queensland hat die Pölserin ganz klar den Cut verfehlt. Damit zieht sich die Krise aus der vergangenen Saison auch in die neue.
"Mein Driverproblem ist nach wie vor nicht gelöst. Das dauert jetzt schon ein ganzes Jahr lang. Und es kostet mich so viel Kraft und Energie, dass mein ganzes Spiel darunter leidet", erzählt Gergely. Sportlich war der strapaziöse Ausflug nach Australien für sie also keine Reise wert. Jetzt ist Gergely mit Wut im Bauch nach Christchurch (Neuseeland) weiter gereist, wo sie ab Donnerstag bei den New Zealand Women's Open abschlägt. Es ist ihr dritter Versuch, in diesem Jahr endlich wieder einmal den Cup zu schaffen.
Der "Driver" (Abschlageisen) bleibt im Gepäck, sie spielt nur mit dem Dreierholz. "Das ist zwar nicht mein Spiel, aber einen Versuch ist es Wert", sagt Gergely. Dass sie am Golfsport schon viel mehr Spaß hatte und dass es so nicht weitergehen kann, erzählt sie auch. Nach Neuseeland soll deshalb auf jeden Fall eine Auszeit geben: "Ich werde Marokko auslassen und dann gemeinsam mit Steffi Michl den Nationscup bestreiten. Bis dahin hoffe ich eine Lösung zu finden, die meinen Driver wieder auf die Bahn bringt."
Für den Fall, dass das nicht gelingen sollte, stellt Gergely drastische Maßnahmen in Aussicht. "Dann würde ich mir eine längere Auszeit gönnen und mich vorerst aus dem Golfsport zurückziehen." ALFRED TAUCHER







