Bürgermeister zerriss Stimmzettel
Böse Zungen in Pöls behaupten, Bürgermeister Ernst Korp hätte bei der Landtagswahl einen Stimmzettel zerrissen, nur weil nicht die SPÖ angekreuzt war.
Korp war als Leiter der Wahlbehörde im Einsatz, als ein Erstwähler auftauchte. Er hatte zuvor eine Wahlkarte für die Briefwahl beantragt. Am Wahltag kam er aber ins Wahllokal. In der einen Hand ein verschlossenes und unterschriebenes Kuvert, in dem sich der Stimmzettel befinden sollte. Dieser lag aber in einem zweiten Kuvert, das der Mann ebenfalls mitbrachte.
Bürgermeister Ernst Korp ergriff das Kuvert und öffnete es: "Ich dachte, er hat keine Briefwahl durchgeführt und kommt, um seine Stimme im Wahllokal abzugeben." Erst nachdem er das Kuvert geöffnet hatte, habe er gesehen, dass bereits ein Kreuzerl auf dem Stimmzettel war. Korp: "Ich habe nicht gesehen, wo das Kreuzerl war." Den Stimmzettel habe er zerrissen: "Das musste ich tun, um das Wahlgeheimnis zu wahren." Die Stimme wurde als ungültig gewertet. Den Wahlakt, in dem der Vorfall protokolliert wurde, haben letztlich alle Fraktionen unterschrieben, auch die Bezirkswahlbehörde hat davon Kenntnis. Folgen gibt es keine. Korp: "Wenn einer behauptet, ich habe das gemacht, weil es angeblich keine SPÖ-Stimme war, klage ich." JOSEF FRÖHLICH








