Kolar und Khom künftig im Landtag
Auf Überholspur ist die Judenburger SPÖ-Landtagsabgeordnete Gabriele Kolar.
Auf der obersteirischen SPÖ-Liste für die Landtagswahlen hat sie ihren Knittelfelder Kollegen Gerald Schmid überholt und liegt nun auf dem achten Rang. Bei der Wahl 2005 war sie auf Platz zehn.
Damit ist ihr ein Mandat so gut wie sicher, selbst wenn die SPÖ bei der Wahl stärker verlieren sollte. Schmid liegt hinter Kolar auf dem neunten Listenplatz. Wenn die Sozialdemokraten nicht erdrutschartig verlieren, bleibt auch er im Landtag.
Gabriele Kolar hat ihre Vorrückung nicht nur der Tatsache zu verdanken, dass sie eine Frau ist. Ihr gelang es, sich in der Region politisch stark zu positionieren, etwa als Vorsitzende der Großregion Obersteiermark West.
Die Knittelfelder dürften erkannt haben: Widerstand gegen die Vorreihung ist zwecklos und nickten die Liste ab.
Gabriele Kolar wird künftig eine Kollegin aus dem Bezirk Murau im Landtag haben - und zwar ÖVP-Bezirksparteivorsitzende Manuela Khom. Es gab Gerüchte, dass Landtagsabgeordneter Johann Bacher Appetit auf weitere fünf Jahre im Landtag hat. Diesen Gerüchten erteilt Bacher im Gespräch mit der Kleinen Zeitung eine Absage. "Ich habe im Vorjahr den Parteivorsitz abgegeben, damit ist alles klar", stellt der Langzeit-Mandatar die politische Ampel für Khom auf Grün.
Manuela Khom selbst stellt fest: "Ich werde mich natürlich bewerben." Die notwendigen Beschlüsse muss die Murauer ÖVP in ihren Gremien erst fassen. Abgesegnet wird die Liste dann bei einem Bezirksparteitag am 12. August.
Ebenfalls im August gibt es einen Parteitag der Judenburger ÖVP. Hier scharrt dem Vernehmen nach die Pölserin Sabine Koiner in den Startlöchern; ihre Chancen auf ein Mandat dürften sich aber in Grenzen halten. Denn ihr steht der amtierende Abgeordnete Peter Rieser gegenüber, der auf Anfrage ankündigt: "Ich stehe weiter zur Verfügung, wenn meine Parteifreunde das so wollen."
Fraglich ist, ob ÖVP-Landtagsabgeordneter Heinz Gach bleibt. Er kam 2005 über die Landesliste auf einem Platz der Industriellenvereinigung in den Landtag. JOSEF FRÖHLICH







