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Pfarrhof Pöls öffnet sich für 16 Flüchtlinge

Der Pfarrhof in Pöls-Oberkurzheim wird ab Anfang August syrische Flüchtlinge beherbergen. Gemeinde bemüht sich um positive Stimmung und Integration. Von Sarah Ruckhofer

Gernot Esser
Gernot Esser wünscht sich ein harmonisches Miteinander © Michaela Egger
 

Information, Kommunikation, Betreuung, Beschäftigung und gesellschaftliche Eingliederung: Das sind für Gernot Esser die fünf Eckpfeiler gelungener Integration. Der Bürgermeister von Pöls-Oberkurzheim ist erstmals mit dem Thema Asyl direkt konfrontiert. „Bislang gab es in der Gemeinde keine passenden Unterkünfte, nun wird der Pfarrhof für Asylwerber geöffnet“, so Esser.

16 statt 18

Angekündigt waren 18 Flüchtlinge, nun dürften es 16 werden, die Anfang August in den leer stehenden Pfarrhof einziehen. Sie kommen direkt aus Traiskirchen, Details weiß man noch nicht. Nur, dass es sich um syrische Flüchtlinge handeln dürfte.
Umgehend wurde die Bevölkerung informiert sowie ein „Multiplikatorenabend“ mit Vereinen, Ärzten, dem Gemeinderat und dem Pfarrgemeinderat veranstaltet. Betreiber der Unterbringung ist die Diözese Graz-Seckau, die Betreuung der Flüchtlinge übernimmt die Caritas. „Die Lage der Unterkunft ist sehr zentral, alle wichtigen Stellen sind fußläufig erreichbar“, ist Esser froh über die neue Pfarrhof-Nutzung. Freilich gäbe es auch kritische Stimmen, die die Asylwerber lieber weit außerhalb des Ortszentrums sehen würden.

Integration fördern

Esser: „Den Menschen muss geholfen werden. Und es wurde noch kein Problem mit Jammern und Polemisieren gelöst, sehr wohl aber mit Arbeit.“ Im Interesse eines guten Miteinanders will die Gemeinde in Zusammenarbeit mit Pfarrgemeinderat und dem Verein Manoj von Nora Sippel eine aktive Betreuung der Flüchtlinge auf die Beine stellen.
So sollen die Asylwerber über die Spielregeln der Gemeinde in Kenntnis gesetzt werden, eine Anlaufstelle für Sorgen und Fragen eingerichtet sowie ein Deutschkurs organisiert werden. Wörtlich heißt es in einer Aussendung der Gemeinde, „das Quartier darf kein Ghetto werden“, Flüchtlinge müssten in das gesellschaftliche Leben, in Feste und Feiern mit eingebunden werden.

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