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Zuletzt aktualisiert: 30.05.2012 um 20:30 UhrKommentare

Berührungsängste abgelegt

Klaus Bachler will am Red-Bull-Ring zwei Mal unter die Top zehn.

MOTORSPORT. Heute startet Porsche-Junior-Pilot Klaus Bachler mit der Streckenbegehung in sein Heimrennwochenende am Red Bull Ring. Im DTM-Rahmenprogramm gibt es zwei Meisterschaftsläufe des deutschen Porsche-Carrera-Cups und der Lokalmatador aus St. Georgen will unbedingt erstmals nach seinem Wechsel vom Formel- in den Sportwagensport unter die Top zehn rasen.

Wie groß ist die Vorfreude auf die zwei Heimrennen?

KLAUS BACHLER: Riesengroß! Es kommen Freunde, Verwandte, Sponsoren. . .

Welche Charakteristik hat der Red Bull Ring?

BACHLER: Die Strecke ist extrem schnell, es gibt harte Bremsmanöver. Wichtig ist, dass man aus den Kurven vor den langen Geraden gut herauskommt.

Wie groß ist der Heimvorteil?

BACHLER: Es gibt keinen Heimvorteil. Mit dem Porsche bin ich am Red Bull Ring noch keinen Meter gefahren. Letztes Jahr habe ich im Formel 3-Cup ein Rennen bestritten.

Für Sie wird es auch neben der Rennstrecke Verpflichtungen geben und die Zeit zur Konzentration auf das Renngeschehen wird gekürzt?

BACHLER: Sicher. Nachdem ich heuer Porsche-Junior bin, ist einiges mehr zu tun. Dass war schon bei den bisherigen Rennen so und gehört dazu. Damit muss man aber umgehen können.

Ganz kann man den Druck aber nicht wegleugnen, oder?

BACHLER: Natürlich ist ein Druck da. Wenn ich Profi werden will - und das will ich - muss ich aber damit umgehen können.

Gab es in den letzten Tagen eine spezielle Vorbereitung?

BACHLER: Nachdem ich erstmals nach langer Zeit wieder ein Wochenende zu Hause war, habe ich Pfingsten genossen. Ich hab viel Sport gemacht und vor allem die Bauch- und Rückenmuskulatur trainiert sowie Lauf- und Radeinheiten abgespult.

Ihre sportliche Zielsetzung?

BACHLER: Die ist klar, ich will zwei Mal unter die Top Ten.

Heißt das, ein fehlerloses Rennen und Sie sind schon ganz vorne mit dabei?

BACHLER: Für ganz vorne reicht es noch nicht. Wenn ich aber Hockenheim- und Lausitzring analysiere, da waren schon ganz gute Sektoren dabei. Teilweise scheine ich in den Top fünf, manchmal sogar in den Top drei auf.

Haben Sie sich den Umstieg vom Formel- in den Sportwagensport leichter vorgestellt?

BACHLER: Ja. Das Schwierige sind Berührungen im Rennen, die es im Formelsport nicht gibt. Ich will keinen berühren, aber im Tourenwagensport muss man sich Respekt verschaffen. Das ist mir noch nicht ganz gelungen. INTERVIEW: ALFRED TAUCHER


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