Turbulenzen betreffen Oberzeiring nicht
DDr. Stephan Wagner GmbH, die den Heilstollen in Oberzeiring betrieb, hat arge Turbulenzen hinter sich. Nun ist Nachfolgegesellschaft am Werk.

Foto © PrivatWährend es in Kärnten und Niederösterreich massive Probleme mit der Wagner-Gruppe gab, wird in Oberzeiring erweitert: Hier ein Bild von der Eröffnung des renovierten und erweiterten Kurhotels vor einem Monat
Die Wogen rund um die DDr. Stephan Wagner-GmbH gingen diesmal in Kärnten hoch: Die Pensionsversicherungsanstalt (PVA) hatte dort bereits im Mai in zwei Häusern die Zuweisung von Patienten gestoppt. Grund: "Die Gruppe dürfte mit einem Minimum an Personal arbeiten. Erst wenn ausreichend Ärzte, Pflegepersonal und Therapieplätze vorhanden sind, weisen wir wieder zu", erklärte Johannes Pundy von der PVA damals. In einem niederösterreichischen Sanatorium der Gruppe tobte bis vor Kurzem ein heftiger Kampf mit der Belegschaft beziehungsweise Arbeiterkammer.
In den beiden Häusern in der Steiermark gibt es diese Probleme offenbar nicht. Hier betreibt die Wagner-Gruppe das Vitalhotel Heilbrunn in Bad Mitterndorf und den Heilstollen in Oberzeiring.
Vor allem für den Standort in Bad Mitterndorf hatten Touristiker Fragezeichen, ob die Turbulenzen übergreifen oder sich negativ auswirken.
Neues Führungsduo
Bei der PVA sieht man dafür keinen Anlass: "Uns ist aus der Steiermark nichts bekannt beziehungsweise lediglich Beschwerden in dem Rahmen, wie sie üblich sind", so PVA-Sprecher Jansky zur Kleinen Zeitung. "Vermutlich wurde durch die neuen Geschäftsführer die Situation in der Gruppe insgesamt beruhigt."
Als Konsequenz auf die Streitereien hat sich Eigentümer Stephan Wagner nämlich ganz aus der Geschäftsführung zurückgezogen und eine neue Doppelspitze installiert. Auch die Gesellschaft wurde geändert: Die Gruppe heißt jetzt Gesundheit & Pflege Verwaltungsverbund GmbH. In Österreich werden 15 Häuser mit rund 1000 Mitarbeitern betrieben, jährlich etwa 20.000 Patienten betreut.
Sprecherin Tanja Stroitz meint in Bezug auf die Steiermark: "Beide Häuser laufen gut, die Angebote werden uneingeschränkt fortgeführt. In Oberzeiring haben wir sogar erweitert." Dort wurde erst vor einem Monat das um acht Millionen Euro renovierte und erweiterte Kurhotel eröffnet.
Das Vitalhotel in Heilbrunn muss sich mit der Grimmingtherme matchen, die seit zwei Jahren in unmittelbarer Nähe in Betrieb ist. "Wir konkurrenzieren uns nicht, weil die meisten Gäste bei uns Kurgäste sind, die etwa drei Wochen im Haus bleiben", so Stroitz. Zwar hätte man bei den Tagesgästen zu gewissen Zeiten einen Rückgang. "Letztlich profitieren wir aber von der neuen Therme: Wenn es dort zu voll ist, kommen die Gäste zu uns."








