Drei Frauen, ein Problem
Tupperware schlägt Eheleben: Peter Faßhuber inszeniert im Theater Oberzeiring schrillpink ein Gefühlspaket von Uli Bree und Klaus Pieber.

Foto © THEOfrauen.schmerzen
Ein Badezimmer, drei Frauen, ein Problem. Männer. Weil diese Sorte Lebewesen halt meist erst dann richtig tickt, wenn sie schon beinahe tot ist. Das schmerzt. Doch wer erzählt uns Weibern das? Eh klar, zwei Männer: Uli Bree und Klaus Pieber schäumen "Frauen.Schmerzen" in der Wanne auf, das Stück feierte Mittwoch Abend im Theater Oberzeiring Premiere.
Trampelnder Applaus für das von Peter Faßhuber schrillpink inszenierte Gefühlspaket, das freilich drei ach so typische Frauenleben parodiert und dabei nicht ohne Klischeewatte, derben Sagern und Bruhaha-Scherzen auskommt. Denn wir haben gegneißt, dass Mann seine Frau nicht an die Waschmaschine ketten kann, weil er gar nicht weiß, wo die steht. Dafür gibt's Tupperware, das schlägt in punkto Spannung jede 15 Jahre währende Ehe.
Mit ihrem kecken Spiel beweisen die Protagonistinnen, gewandet in Partykostümen, jedenfalls einmal mehr große Klasse. Die angeschleimte Nonne Melanie Katja Schneider (als Monica), die ihren Jugendträumen nachhängende Tussi von einer Braut Julia Faßhuber (als Chilli), das Playboy-Häschen, das anstatt sich anzupinkeln lieber flugs in die Wanne hüpft: Helga Küpper zieht ihr beachtliches komödiantisches Register, ist eine verklemmte Groteske für sich.
Am attraktivsten kommen die "Frauen.Schmerzen" fast daher, wenn Faßhuber seine Crew zu Musik, Gesang und Putzfimmeltanz ans Mikrophon und zum sexy Hüftschwung formiert. Ein Weiberstück? Ja, schon. Und der Traum von "Born to be wild" verblubbert letztlich im Nebel.








