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    Zuletzt aktualisiert: 21.04.2012 um 19:32 UhrKommentare

    Ministranten sind auch am Fußballplatz groß da

    An die 200 Mädchen und Buben aus der gesamten Steiermark kickten gestern bei den Ministranten-Meisterschaften 2012 in Gnas. Gewonnen hat das Team aus Graz-Mitte.

    Gekämpft wurde bis zum letzten Hemd: Gewonnen hat schließlich Graz-Mitte

    Foto © Pfarre Gnas/Alexander TropperGekämpft wurde bis zum letzten Hemd: Gewonnen hat schließlich Graz-Mitte

    Auf der Tribüne herrscht Hochspannung. "Das wäre fast ein Tor gewesen", ist auch Weihbischof Franz Lackner ganz begeistert. 15 Teams sind ins südoststeirische Gnas gekommen, um die diesjährigen Ministranten-Meisterschaften für sich zu entscheiden. Eine von ihnen ist Magdalena Friedberger aus Gleisdorf. "Fußball spielen ist voll lustig", sprudelt es aus der Elfjährigen heraus. Sie ist das erste Mal bei den Meisterschaften dabei. Da sie ein Mädchen ist, wurde sie fix im Team aufgenommen. Die Buben mussten Auswahlrunden spielen. "Es sollen mindestens zwei Mädchen im Team sein", klärt Organisator Johann Huber auf. Ministrantin ist Magdalena schon seit vier Jahren - und als solche in die Fußstapfen ihrer Schwester getreten. Am liebsten bei Hochzeiten: "Das ist einfach ein schönes Fest." "Da fängt man fast zu weinen an, wenn man zuschaut", wirft Freundin Katharina Wille ein.

    Zu höheren Weihen fühlen sich aber noch nicht alle "Minis" berufen: "Mit dem Weihrauchfass zu gehen, ist schwer und nur etwas für die Älteren. Ich habe einen Horror davor, den Einsatz zu verpassen", erzählt Simone Seidl. Die Zehnjährige ist für das Team Weißkirchen im Einsatz. Ebenso wie Clemens Schultermandl. "Ich bin zum ersten Mal dabei, aber ich spiele in Obdach bei einem Verein", entpuppt sich der Achtjährige schon als kleiner Profi. Sein Vorbild: Mario Haas vom SK Sturm. Ministrant ist Clemens seit einem Jahr. "Vor allem, weil auch alle meine Freunde dabei sind." Mit denen wird er auch im Sommer auf Mini-Lager in die Veitsch fahren - auch, um dort Fußball zu spielen.

    "Die Ministranten sind unsere Champions League", meint der Weihbischof. Davon, dass Glaube und Sport zusammenpassen, ist Lackner überzeugt: "In beiden Bereichen gibt es Regeln. Und diese tragen wesentlich zum Gelingen bei."

    Besonders gut aufgestellt waren übrigens die Teams Graz-Mitte, Murau und Graz-West. Sie belegten die Plätze 1, 2 und 3.

    MONIKA SCHACHNER

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