Alpine Visitenkarte
Heute starten Schi-Bereichsmeisterschaften am Tüpl Seetaler Alpe. 500 internationale Heeresathleten, Premiere für Oberst Manfred Hofer.

Foto © BUNDESHEER/ JOHANNES FRÖHLICH Prächtiger können Kulisse und Bedingungen nicht sein: Gestern zog diese Heeressportlerin am Truppenübungsplatz Seetaler Alpe noch letzte Trainingsspuren, von heute bis Donnerstag wird es ernst
Eine Premiere und eine meteorologische Besonderheit am Truppenübungsplatz Seetaler Alpe: Die Wetterbrauer zeigen sich zu Oberst Manfred Hofers Debüt als Gesamtleiter der Schi-Bereichsmeisterschaften Ost in Stimmung - "wir kommen erstmals seit zwölf Jahren ohne Kunstschnee aus", freut sich der Kommandant unter blitzblauem Himmel über 50 bis 80 Zentimeter weiße Unterlage.
Etwa 60 Soldaten packen an, um den Teilnehmern beste Bedingungen zu bereiten. Die Visitenkarte der Alm soll einmal mehr international glänzen: Rund 500 ehrgeizige Sportler aus Kärnten, Wien, Niederösterreich, Burgenland und der Steiermark sowie aus Deutschland, Ungarn und Slowenien schnallen am Tüpl die Schi an. Umliegende Gaststätten von Sabathyhütte bis Rieser beherbergen sie.
Königsdisziplin
Heute fällt die erste Zeitnehmung mit dem Riesentorlauf in Obdach, es geht um Titel im Militärischen Biathlon, Triathlon sowie in der Königsdisziplin: Patrouillenlauf. "Seit Wochen sind immer wieder Trainingseinheiten zu Gast", erzählt Manfred Hofer. Heiße Streicheleinheiten in eisiger Ranach-Höhe - Tee für die herankeuchenden Athleten - schenkt er nicht persönlich aus, seine größte Herausforderung sei der reibungslose Ablauf und Bedingungen der Extraklasse. Im Begleitprogramm salutieren die Stadtkommandanten von Berlin, Laibach, Budapest auf.
Verpflegung gibt es natürlich, zwischen 400 und 500 Portionen, vorbereitet in einer der Zentralküchen des Heeres, finalisiert der Tüpl-Küchentrupp täglich. Hoffentlich ist Kräftigendes dabei, die Königsdisziplin startet Donnerstag um acht Uhr früh in Ein-Minuten-Abständen: Langlauf, Handgranatenzielwerfen, Schießen. 90 Patrouillen zu je vier Mann gehen ins Rennen.
Dass sich der Schnee bis dahin schwimmend verabschiedet, ist bei diesen Frostprognosen also wohl kein Thema. Gestern meldete der Oberst minus zehn Grad.








