Faszination "Pucherl": Parade mit Spaßfaktor
Über Stock und Stein: Ein echtes "Pucherl" zu fahren macht Spaß. Das behaupten jedenfalls Teilnehmer der ersten Judenburger Puchparade, die gestern stattfand.
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Das Puchmuseum in Judenburg gibt es seit dem Jahr 2007. Unterschiedliche Exponate - vom Rad bis zum Geländewagen - haben dort ein Zuhause gefunden. Doch statt hinter dicken Fensterscheiben zu stehen, durften die "Pucherl" gestern eine Ausfahrt unternehmen. Um Punkt 11 Uhr ging die erste Puchparade Richtung Obdach los. "Auf die Idee ist Peter Weiler gekommen, er ist selbst ein großer Puchfan", weiß Oldtimer-Experte Fritz Glöckner, der die Parade mitorganisiert hat.
Mit strahlendem Sonnenschein hat sich die Wetterhoffnung der Veranstalter erfüllt. Kein Wölkchen steht am Himmel. Für Gisela und Walter Olschnegger aus Mühlen ist die Puchparade als fixer Termin eingetragen gewesen. "Wir nehmen auch immer bei uns Zuhause an einer Puchparade teil. Da war es logisch, dass wir hier auch mitfahren", weiß Gisela Olschnegger.
Ihr Ehemann Walter liebt es, mit seinem Puch Haflinger über Stock und Stein zu düsen. "Es macht einfach Spaß. Wir haben einen Allradwagen und können überall hinfahren", berichtet er. Und seine Angetraute Gisela fährt auch hie und da mit dem Haflinger auf Shoppingtour.
Slowenien
Die längste Anreise zur Judenburger Puchparade hat Boleslaw Petric aus Slowenien hinter sich. Er ist extra aus Ljubljana mit seinem Puch 500 gekommen, um an der Judenburger Parade teilzunehmen. "Es macht mir immer wieder große Freude, wenn ich in meinen Puch einsteige und wegfahre", strahlt er.
Für zünftige musikalische Unterhaltung sorgen die "Stohlis", die vor dem Start der Puchparade in Judenburg aufspielen. Dabei ist auch Franz Scheurer aus Trofaiach, der mit dem Puch 500 seine schönsten Jugenderinnerungen verbindet. "Ich hatte früher immer einen Puch, aber dann bin ich umgestiegen. Erst vor ein paar Jahren hat es mich wieder gejuckt und ich habe ein Fahrzeug gekauft", erzählt Scheurer. Über Stock und Stein ist er damals mit seinen Freunden gefahren.
"Das Gefühl in einem Puch zu fahren, ist einfach unbeschreiblich lustig. Außerdem kann ich an ihm herumbauen. Das geht bei einem neuen Auto nicht mehr so einfach", weiß der Trofaiacher. Auch Fritz Glöckner steht schon in den Startlöchern. "Alles ist vorbereitet, nun können wir loslegen", freut er sich. Um Punkt 11 Uhr röhren die Motoren, und mit lautem Hupkonzert geht es Richtung Obdach. Nur Citymanager Heinz Mitteregger. ist ein bisschen verzweifelt: "Mein Motorrad springt nicht an", seufzt er. Die anderen sind längst auf der Fahrt und brummen gemütlich auf der Landstraße dahin.










