Blitzdiagnose eines Polizisten rettete Schlaganfall-Patienten
84-Jähriger saß verwirrt auf einem Parkplatz im Raum Liezen in seinem Auto. Polizisten erkannten, dass der Mann einen Schlaganfall erlitten haben dürfte und überredeten den Mann, sich im Krankenhaus untersuchen zu lassen.

Foto © Gernot Eder
LIEZEN. Erst dachte man an einen Fahrzeugbrand, weil aus dem Skoda weißer Rauch auch aufstieg. Doch der betagte Lenker, der Freitagmittag im Kreisverkehr in Liezen fuhr, hatte nur die Kupplung zum Rauchen gebracht. Auch sonst erschien den Mitarbeitern der Straßenmeisterei, die das beobachtet hatten, die Fahrweise des Lenkers seltsam. Sie riefen daher sofort die Polizei.
Als die Streife mit Inspektor Niklas Rebhandl (22) und Gruppeninspektor Peter Schöfl (44) eintraf, hatte der 84-jährige Obersteirer sein Auto bereits bei der nahen Jet-Tankstelle abgestellt und saß erschöpft am Fahrersitz. "Ihm ging es nicht gut, aber er hat seinen Zustand heruntergespielt", erzählt Rehbandl. Der junge Polizist aus Windischgarsten, der in seinem Heimatort beim Roten Kreuz arbeitet, tippte sofort auf einen Schlaganfall und rief die Rettung. "Aber der Mann wollte nichts davon wissen, wollte keine Hilfe. Eine Viertelstunde lang mussten wir ihn überreden, dass er mit der Rettung mitfährt." Tatsächlich bestätigte sich im LKH Rottenmann Rehbandls Blitzdiagnose. Der 84-Jährige wurde umgehend zur weiteren Behandlung in das LKH Knittelfeld geflogen.







