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Zuletzt aktualisiert: 07.02.2012 um 20:18 UhrKommentare

Vision Red Bull Stadt

Der ehemalige Bezirk Knittelfeld als eine Gemeinde, gar als Red Bull Stadt? Darüber sprachen Knittelfelder Gemeinderäte, ebenso über 1,7 Millionen Euro Investition in LED-Leuchten.

Bürgermeister Siegfried Schafarik und Vize Gerald Schmid bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Themen waren Bezirks- und Gemeindezusammenlegungen sowie die Umstellung der Beleuchtung in der Stadt auf

Foto © M. FröhlichBürgermeister Siegfried Schafarik und Vize Gerald Schmid bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats. Themen waren Bezirks- und Gemeindezusammenlegungen sowie die Umstellung der Beleuchtung in der Stadt auf

Die Sozialhilfeverbände bleiben noch ein Jahr getrennt, die Bezirksschulräte werden demnächst zusammengelegt. Diese Neuigkeiten, die Folgen der Zusammenlegung der Bezirke Judenburg und Knittelfeld betreffend, berichtete der Knittelfelder Bürgermeister Siegfried Schafarik bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats.

Schafarik sprach aber auch die Gemeindefusionen an. Er hat ja die Vision, dass alle 14 Gemeinden des ehemaligen Bezirks eine Einheit mit mehr als 20.000 Einwohnern werden. Dies würde laut Schafarik eine Steigerung an den Ertragsanteilen bedeuten, von der alle profitieren könnten. Ein ähnliches Zukunftsbild wie das sozialdemokratische Stadtoberhaupt hat offenbar auch ein Bürger, der an die Gemeinde einen Brief verfasste, den Schafarik vorlas. Den für ihn passenden Namen für die neue Gemeinde lieferte der Autor mit "Red Bull Stadt" gleich mit. Eines sei laut Schafarik klar, Fusion hin oder her: "Ein Apfelberger bleibt ein Apfelberger, ein Gaaler ein Gaaler, und so weiter." Außerdem soll es demnächst eine Besprechung über die Idee "Aichfeld-Stadt" - also eine Einheit von Judenburg bis Knittelfeld - geben.

KPÖ-Stadträtin Renate Pacher zu den Gemeindezusammenlegungen: "Die KPÖ ist grundsätzlich nicht dagegen. Es darf aber keine Verschlechterungen für die Bürger geben." Das Wichtigste sei, dass es zu keinen Zwangsfusionierungen kommt.

Gemeinderat Wolfgang Spadiut, BZÖ, findet die Idee gut, alle 14 Gemeinden zusammenzulegen: "Wird das Volk aber dazu befragt, wird es nie dazu kommen."

LED

Außerdem war die Umstellung der Beleuchtung im Stadtgebiet Thema. Bereits im Jahr 2008 entschloss sich die Stadt, österreichische LED-Produkte verschiedener Anbieter über zwei Jahre zu testen. Seit dem Vorjahr beschäftigt man sich intensiv mit Erhebungen, Bestandsaufnahmen und Analysen im Bereich der Leuchtdioden, die nur wenig Energie verbrauchen und eine hohe Lebensdauer haben. Für die Marktbeurteilung wurde das in der Region beheimatete Planungsbüro Stocksreiter beauftragt.

1324 LED-Leuchten werden für die Stadt Knittelfeld benötigt. Das gesamte Projekt kostet 1,7 Millionen Euro, davon werden 50.000 Euro aus Fördermitteln lukriert. Im Herbst soll mit der Umrüstung gestartet werden. Für das Projekt gab es die einstimmige Zustimmung des Gemeinderats.

MICHAELA FRÖHLICH

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