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    Zuletzt aktualisiert: 09.10.2011 um 07:00 UhrKommentare

    Andi Siebenhofer fliegt auf Abenteuer aller Art

    Der Knittelfelder Andi Siebenhofer (34) war einst Extremsportler und Lokführer. Jetzt fliegt er Gyrocopter und hat im Irak Diplomatenstatus.

    Andi Siebenhofer bei der Arbeit. Er hat in fünfeinhalb Jahren 4200 Flugstunden im Gyrocopter absolviert. Jetzt hat er auch den Hubschrauberschein gemacht

    Foto © KKAndi Siebenhofer bei der Arbeit. Er hat in fünfeinhalb Jahren 4200 Flugstunden im Gyrocopter absolviert. Jetzt hat er auch den Hubschrauberschein gemacht

    Die einen fliegen mit dem Paragleiter vom Huascaran, dem höchsten Berg Südamerikas. Die anderen versuchen das Mittelmeer mit einem kleinen Faltboot zu durchpaddeln. Wieder andere radeln mit dem Mountainbike quer durch Südamerika oder bewältigen den 24-Stunden-Lauf im Ennstal im Alleingang. Und Andi Siebenhofer? Der hat das alles gemacht - und noch viel mehr.

    Dabei steigt der Knittelfelder ganz gewöhnlich ins Berufsleben ein. Lernt Elektromechaniker bei den ÖBB, wird bald darauf Lokführer. Während seiner sieben Jahre als Schienenkapitän beginnen die verrückten Abenteuer, in die er die ganze Freizeit und sein gesamtes Geld steckt. "Irgendwann habe ich mir gedacht, jetzt muss ich Geld verdienen, nicht nur ausgeben", sagt der 34-Jährige mit einem breiten Lächeln im braungebrannten Gesicht.

    Entdeckung

    Die Bräune kommt nicht vom Sonnenbaden im Liegestuhl, dafür bleibt keine Zeit. Ihn verschlägt es beruflich in die Luft. Beim Paragleit-Training in Ungarn entdeckt er einen Gyrocopter - eine Art Mini-Hubschrauber. "Der Pilot ist sogar bei einem Sturm geflogen, während ich beim Paragleiten bei jedem Wind pausieren musste. Für mich war klar, so ein Gerät muss ich haben." Zwei Jahre und 48.000 ersparte Euro später ist es soweit. Er kauft sich einen Gyrocpoter, macht die amerikanische Fluglehrer-Lizenz und kommt bald ins Geschäft mit den kleinen Fluggeräten. Für einen deutschen Hersteller übernimmt er den Generalvertrieb für Österreich und Ungarn. Er führt die Geräte vor, fliegt mit Kunden: "Sieben Tage die Woche von früh bis spät. Ich habe in fünfeinhalb Jahren 4200 Flugstunden absolviert, jeder Pilot weiß, was das heißt."

    Schicksalsschlag

    Siebenhofer baut Firmen in Österreich, Ungarn, Slowakei und Dänemark auf, Seite an Seite mit seiner ungarischen Lebensgefährtin. Dass sie bei einem Autounfall stirbt, macht dem Knittelfelder noch immer zu schaffen. Er hilft sich mit viel Arbeit.

    Mittlerweile ist sein Firmensitz in Dubai, Siebenhofer hat sich ganz auf Sicherheitsprojekte verlegt. In Namibia etwa sind seine Gyrocopter unterwegs, um Wilderer in Nationalparks aufzuspüren. Und im Irak absolvieren der Knittelfelder und seine Mitarbeiter Patrouillenflüge beim Zivilflughafen Erbil in der Region Kurdistan: "Wir klären ab, ob vor der Landung von Passagiermaschinen alles sicher ist und es keine Terror-Aktivitäten gibt."

    Siebenhofer macht alles: Er liefert die Fluggeräte, bildet Piloten aus, lässt in Erbil einen Hangar samt Servicestelle bauen. Die Zusammenarbeit mit der Regierung ist eng: "Ich habe im Irak sogar Diplomatenstatus", sagt er in einem Ton, der vermuten lässt, dass er es selbst nicht ganz glauben kann.

    Hubschrauberschein

    Aber es wäre nicht Andi Siebenhofer, würde er das Erreichte zufrieden verwalten. So macht er in Florida den Hubschrauberschein. Es ist erst gut zwei Wochen her, dass er einen Hubschrauber für die irakische Regierung von der Schweiz in den Irak überstellt. "Als ich das meiner Mama erzählt habe, hat sie gar nicht mehr viel dazu gesagt", schmunzelt Siebenhofer über die Gelassenheit seiner Mutter, die an seine extremen Projekte längst gewohnt ist.

    Leisten könnte sich Andi Siebenhofer inzwischen viel. "Aber ich will so wenig Unnötiges wie möglich besitzen. Das macht nur Sorgen und kostet Energie." Und die verwendet er lieber, um an weiteren Vorhaben zu tüfteln.

    JOSEF FRÖHLICH

    Fakten

    Andi Siebenhofer, geboren 7. Jänner 1977. Alleinstehend. Lernte Elektromechaniker bei den ÖBB, arbeitete sieben Jahre als Lokführer.

    Projekte: 2000: Paragleitflug vom Huascaran in Peru (6785 Meter). 2003 "Friedensflug" mit dem Paragleiter von Seckau nach Rom und vieles mehr.

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