Ungesund ist ziemlich angesagt
Fast Food, Fernsehen und Computer: Wie gehen Kinder im Murtal damit um? Schülerinnen der HLW-Fohnsdorf führten an mehreren Schulen eine Umfrage durch.
Wie ernähren sich Kinder? Und was machen sie in ihrer Freizeit? Diesen Fragen sind Schülerinnen der HLW Fohnsdorf nachgegangen und haben eine Umfrage unter rund 60 Schülern im Alter von 8 bis 14 Jahren in den Bezirken Knittelfeld und Judenburg gestartet (siehe Infobox rechts).
Eines der Ergebnisse: Rund die Hälfte der Volksschüler gibt an, erst nach 22 Uhr schlafen zu gehen. Überraschend: Bei den Gymnasiasten der Unterstufe geht nur ein kleiner Prozentteil nach 22 Uhr ins Bett - so haben sie es zumindest bei der Umfrage angegeben.
Immerhin: Nahezu alle Schülerinnen und Schüler gaben an, ein vernünftiges Frühstück und Mittagessen zu bekommen.
Bei Hauptschülern und Gymnasiasten erfreuen sich Softdrinks großer Beliebtheit, dazu kommt noch eine hoher Konsum an Süßigkeiten. Rund 55 Prozent nehmen regelmäßig Fast-Food-Produkte zu sich.
Auf rund ein Viertel der befragten Unterstufen-Gymnasiasten wartet nach der Schule keine Bezugsperson, und so bleibt auch eine warme Mahlzeit aus. Die Befragung der Hauptschüler brachte ein ähnliches Ergebnis.
Knapp 60 Prozent der Kinder bevorzugen Softdrinks gegenüber natürlichen Säften. Manche Eltern sind nicht in der Lage, ihren Kindern eine Jause zu richten, sodass sich die meisten Schüler an einem Buffet mit teils ungesundem Angebot bedienen müssen. Es gibt Schulen, die der Tendenz zu ungesunder Ernährung entgegen wirken. So bietet etwa die Volksschule Feistritz bei Knittelfeld in der vierten Schulstufe das Fach "gesunde Ernährung" an.
Bevorzugte Freizeitaktivitäten aller Befragten sind Sport und Computer. Auch der Kontakt mit gleichaltrigen ist den meisten Jugendlichen sehr wichtig.








