Öko-Prämie: Ab 1. April wird verschrottet
Die Öko-Prämie rollt an und tausende tauschen ihr altes Auto jetzt beim Neuwagenhändler ein. Für die Rostlauben gibt es in Österreich nur sechs Schredder und einen in der Steiermark.

Foto © APA
Auf Peter Kuttin rollt jetzt eine Lawine von Arbeit zu. Besser gesagt: eine Blechlawine. Der Betrieb in Knittelfeld ist einer von nur sechs Schreddern in Österreich und der einzige in der Steiermark, der jene Altautos verwerten darf, für die ab Mittwoch die Verschrottungsprämie schlagend wird. Er ist der einzige echte Auto-Recycler.
Zum Thema
Zufriedene Händler. Die im Februar beschlossene Aktion soll Schwung in den Neuwagenverkauf bringen. Klaus Edelbrunner, Obmann des Autohandels, ist voll zufrieden: "Die Nachfrage ist sehr groß. Wir hatten 17.000 Besucher bei der Autoemotion und haben viele Kunden, die nach der Prämie fragen." Mit 1. April wird in der Steiermark so manches neue Auto den Besitzer wechseln. Viele Abschlüsse in den vergangenen Wochen kamen bereits wegen der Verschrottungs- bzw. Ökoprämie zustande. "In Kombination mit anderen Aktionen können die Händler jetzt gute Preise machen", rührt Edelbrunner die Werbetrommel. Von den 1500 Euro Prämie zahlt 750 der Staat, 500 die Autoimporteure, 180 die Händler und 70 die Schredder.
Vorsicht. Arbö und ÖAMTC mahnen die Käufer dennoch zur Vorsicht. "Egal, bei welchem Händler man kauft, die Ökoprämie wird immer vom Finanzamt überwiesen", erinnert der Arbö. Der ÖAMTC wiederum registriert vermehrt Fälle, in denen Händler ihren Anteil an der Prämie dem Kaufpreis entweder aufschlagen oder von einem vereinbarten Rabatt wieder abziehen.
Gültiges Pickerl. Theoretisch kommen in der Steiermark laut Statistik Austria exakt 137.150 Pkw für die Verschrottungsprämie in Frage. Sie wurden vor dem Stichtag 1. 1. 1996 zugelassen. Theoretisch deshalb, da die Aktion ja österreichweit auf 30.000 Fahrzeuge begrenzt ist. Weitere Voraussetzung ist übrigens ein gültiges Pickerl. Obwohl das Auto danach garantiert bei Peter Kuttin im Schredder landet. Im eilends gebastelten Gesetz ist das so fixiert worden. Damit soll sichergestellt werden, dass die Altautos, für die der Staat Prämie zahlt, wirklich recycelt und nicht auf Umwegen, etwa als Ersatzteillieferant, noch einmal auf den Markt gelangen.
Entsorgung. Für den Transport der Altautos zum Schredder nach Knittelfeld sind die Händler verantwortlich. Danach übernimmt Kuttin - das heißt, das Fahrzeug wird trocken gelegt, die Reifen entsorgt, das Eisen von den anderen Metallen getrennt und an die Stahlindustrie zurückgeführt. Auch die anderen Metalle wie Aluminium oder Kupfer werden getrennt und gelangen wieder in den Produktionskreislauf. Bis zu 5000 Autos könnten allein auf Grund der Verschrottungsprämie bis Jahresende in Knittelfeld geschreddert werden.
Höhere Preise. Die Altautos fehlen auf dem Markt. "Früher haben wir sie gut nach Osteuropa verkauft", erklärt Edelbrunner. "Diese Lücke füllen wir mit den zehn, elf, zwölf Jahre alten Autos. Für sie gibt es zwar keine Ökoprämie, aber sie erzielen jetzt höhere Preise."
Features
Zum Thema
Asfinag ersetzt Vignette
Klebt eine gültige Jahres-
Eigene Informationsseiten
Sowohl der Arbö als auch der ÖAMTC haben auf ihren Internetseiten eigene Schwerpunkte zum Thema eingerichtet. Dort werden die am häufigsten gestellten Fragen und weitere Detailinformationen geklärt.









