Max ulkt und Hilde mixt
Ein Scherz in unserem Blatt wurde Realität: Tee-Café Steinkellner in Judenburg serviert "Touristenradler". Hätte auch Napoleon geschmeckt.

Foto © Bettina Oberrainer
Wenn der Max einen Scherz macht, muss man mit Hilde rechnen: Es gibt Sommerradler, es gibt Touristenradler..., ulkte der Judenburger Max Steiner für unsere Kleine-Hitzegeschichte diese Woche. Und schon mixt Hilde Steinkellner in ihrem Tee-Café Melissen-Himbeersaft mit Soda und Murauer Bier - und serviert diese neue Kreation als "Touristenradler". Gab es am Freitag mit Sonnenblumenweckerl und Käsevariation als Tagesangebot. "Den Saft machen wir selber", schmunzelt die findige Gastronomin.
Und Stadtmarketingchef Heinz Mitteregger findet, Steinkellner ist "eine Ausnahmeerscheinung": Sie habe sich nicht vom Abflug des Kastner und Leiner, wo ihre Stammkundschaft arbeitete, fertig machen lassen. "Sie hat es geschafft, in einer schwierigen Zeit die Leute für sich zu gewinnen, hat nun ein super Publikum", würde sich Mitteregger mehr derart positiv eingestellte Unternehmer wünschen.
Vor allem tagestouristisch kann Heinz Mitteregger nicht klagen über den in den letzten heißen Zügen liegenden Sommer. "Wir sind gut besucht, das Puchmuseum scheint am neuen Standort noch interessanter. Trotz nicht fertiger Beschilderung." Deutsche und Italiener zählen zu den Stammgästen, die Ungarn waren etwas müde, dafür entdecken Holländer die Stadt - und neuerdings die Franzosen. "Wir wissen noch nicht, warum." Am neuen Präsidenten - à la der rote Hollande mag den roten Dolleschall - wird es weniger liegen. Aber vielleicht ließe sich nun Judenburgs frankophile Ader vermarkten: Schließlich nächtigte Napoleon höchstselbst auf der Durchreise nach Leoben im Pfarrhof, empfing gar eine Abordnung Judenburger Bürger. Mit "Touristenradler" dürfte man sich damals aber wohl noch nicht zugeprostet haben.








