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Zuletzt aktualisiert: 29.06.2012 um 20:46 UhrKommentare

In der Lässer Au auf Schmusekurs

20 Jahre LIFE: Die Förderungsschiene im Bereich von Gewässerrevitalisierung seitens der Europäischen Union feierte gestern in der Apfelberger Lässer Au Geburtstag.

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Was ist los, junge Frau, gemma schmusen in die Au": An diesen Satz von EAV-Urgestein Klaus Eberhartinger dachten wohl gestern einige Besucher der Lässer Au in Apfelberg. Dort wurde im Beisein von Umweltminister Nikolaus Berlakovich - er war ohnehin zu Gast im Murtal aufgrund der Landesagrarkonferenz im Schloss Gabelhofen - das 20-jährige Jubiläum der LIFE-Projekte gefeiert. Ziel dieser Projekte ist die Revitalisierung von Flussläufen, Errichtung von passiven Hochwasserschutzmaßnahmen sowie die langfristige Sicherung der naturnahen Flusslebensräume. Auch Landesrat Johann Seitinger hatte wohl Eberhartinger im Sinn, als er für mehr Liebespärchen in der Au plädierte. "Was kann romantischer sein", so Seitinger.

Weniger romantisch war allerdings das schwüle Wetter und Temperaturen rund um 30 Grad, die auch den Kindern des Judenburger Kindergartens Jägersteig zu schaffen machten. Sie trugen das Lied "Mur erleben" vor und nahmen wie auch das BG/BRG Judenburg und die Fachschule für Land- und Ernährungswirtschaft Großlobming sowie die Simultania Liechtenstein an den Vorbereitungen des 20-jährigen Jubiläums von LIFE in der Form von Projektarbeiten teil.

Minister Berlakovich betonte, wie wichtig die Revitalisierung von Flüssen ist. "Wir sichern damit Wasser und bedrohte Tierarten, schaffen neue Lebensräume", so Berlakovich. Dass in der Apfelberger Lässer Au gefeiert wurde liegt daran, dass man hier auch ein LIFE-Projekt durchführt. Bis Oktober sollen gewässermorphologische Strukturen und dynamische Prozesse auf einer Länge von 3,9 Kilometern initiiert werden.

Finanzierung

Und auf einer Fläche von 9,3 Hektar wird die Entwicklung von Auwäldern ermöglicht. Kostenfaktor: 500.000 Euro. "Die Finanzierung erfolgt durch die Europäische Union, das Lebensministerium, das Land Steiermark, die Gemeinde Apfelberg und den Fischereiberechtigten", erklärte gestern Moderatorin Maria Staller den Gästen in der Au.

Und wenn das Projekt fertig ist, wird es wohl wieder einige Liebespärchen geben. Und vielleicht schmusen sie dann auch ein bisschen.

SONJA HAIDER-KRÄTSCHMER

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