Im blauen Nebel durch den Straßendschungel
Benzinbrüder und Raketenstart? Nur teilweise. So gesehen gestern bei der 14. Murtal Classic. Bei Sonnenschein ging es ab Knittelfeld über Berg und Tal. Natürlich gemütlich.
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Eines haben Motorräder aus den 30er-Jahren wohl gemeinsam: Sie rattern, knattern und rauchen wie verrückt. Dazu spucken sie noch einen übel riechenden blaugrauen Dunst aus. Wer echtes Oldtimergefühl erleben will, muss da durch. So auch die Zuschauer und natürlich die Teilnehmer der 14. Murtal Classic, die sich in aller Herrgottsfrühe am Knittelfelder Hauptplatz zum großen Startgeplänkel einfinden. Unter ihnen Peter Kleemair, der zum vierten Mal die Gaspedale seiner DKW NZ 350 Baujahr 1942 durchdrückt. Um allen Verwirrungen entgegenzuwirken: Es handelt sich um ein altes Motorrad, liebevoll gepflegt. "Ich habe schon viel in meine vier Motorräder investiert. Im Internet findet man oft solche Schmuckstücke, dann heißt es restaurieren", so der Knittelfelder. Dann wird auch schon seine Startnummer aufgerufen und er braust auf seiner DKW von dannen.
Ein paar Meter weiter sind die ersten vierrädrigen Oldtimergefährte startbereit. In einem silber glänzenden SS 100 sitzt Norbert Hofbauer aus dem niederösterreichischen Melk an der Donau. Neben ihm gut platziert und startklar strahlt Beifahrerin Roswitha Fressner. Sie ist, was Oldtimer-Beifahrten betrifft, noch grün hinter den Ohren. "Das ist meine erste Teilnahme", sagt sie stolz. Wetterglück und kein Autoschaden sind Dinge, die sich Hofbauer von der Fahrt erhofft.
Bewegung
Was das Schöne am Oldtimerfahren ist, erklärt er flugs: "Man hat noch etwas zum Tun beim Fahren. Man spürt jede Bewegung, wunderbar." In der Freizeit wird restauriert und poliert und natürlich gefahren. Ein Lebensgefühl? "Auf jeden Fall", meint Fritz Glöckner, seines Zeichens Kurator des Judenburger Puchmuseums. Diesmal fährt er aber nicht im Puch. "Ein DKW musste her", sagt er und startet durch.











