Fohnsdorfer Sauna ist für Scherzbold vorerst tabu
Ein Stammgast lästerte über die prekäre Situation des verschuldeten Thermenorts. Nun hat er drei Wochen lang "Sendepause" in der Sauna.

Foto © STMK-TOURISMUS/SCHIFFER Entspannen, nicht lästern: die Fohnsdorfer Sauna
Der Gemeinderat ist abgesetzt, ein Regierungskommissär vor Ort und das Bundesamt zur Korruptionsbekämpfung aktiv. Kurz: Fohnsdorf ist ein heißes Pflaster. In dieses Stimmungsbild passt eine kuriose Geschichte, die sich vor ein paar Tagen in der örtlichen Thermensauna ereignet hat. Kurzinhalt: Ein Stammgast machte über Gott und die Welt, vor allem aber über die prekäre Lage der unter Aufsicht gestellten Gemeinde böse Scherze.
Nun hat der Mann Saunaverbot.
"Er hat mit Bekannten in der Sauna gewitzelt, der Schmäh rannte", schildert ein Freund. Und dann: "Er meinte, ob man den Kommissär in die Sauna bekommen und ob der einen Fohnsdorfer Aufguss überhaupt aushalten würde."
Das blieb den anderen Saunagästen nicht verborgen. Gerüchte, wonach Landesbeamte darunter waren, bestätigten sich nicht. So oder so: Im Anschluss wurde die Geschäftsführung informiert. Ergebnis: Der Scherz ging daneben und der Scherzbold hat in der Sauna vorübergehend "Auftrittsverbot".
"Im Einvernehmen"
Das geschah im Einvernehmen mit dem Betroffenen und seiner Familie, betont Geschäftsführer Hans Christian Schautzer. "Er hat sich am nächsten Tag entschuldigt. Wir haben ausgemacht, dass er für drei Wochen die Sauna besser meiden soll. Der junge Mann hat dort auch aufgegossen."
Hausverbot habe man dem Witzbold aber keines erteilt. Der Stammgast sei im Thermenbereich weiterhin willkommen. Freilich müsse man Vorfälle wie diese ernst nehmen - ganz im Sinne anderer Bade- und Saunagäste, heißt es in der Judenburger Gemeinde.








