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Zuletzt aktualisiert: 04.03.2010 um 23:31 UhrKommentare

Krach mit der Gewerkschaft

Gewerkschaft wirft Verzinkerei Collini in Judenburg vor, Wahl eines Betriebsrates verhindern zu wollen. Firmenchef kontert, das einzige Problem sei der Sekretär der Gewerkschaft.

Hart auf hart geht es derzeit zwischen der Gewerkschaft und dem Judenburger Verzinkungs-Betrieb Collini her.

Vergangenen Dienstag kam es zu einer Betriebsversammlung vor dem Zaun des Werkes im Industriegebiet Judenburg-Nord. "Die Betriebsleitung hat ihren Arbeitern verboten, die Versammlung auf dem Betriebsgelände abzuhalten", behauptet Richard Hollerer, Gebietssekretär der Produktionsgewerkschaft. Die Versammlung sollte zur Vorbereitung einer Betriebsratswahl dienen, jedoch wolle der 40-Mann-Betrieb Collini einen Betriebsrat "mit allen Mitteln unterbinden". Der Gewerkschaft sei der Zutritt auf das Firmengelände verboten worden.

"Diese Behauptungen sind falsch", erklärt Werner Bittner, Vorstandsmitglied der in Vorarlberg ansässigen Collini Holding AG. Nicht der Gewerkschaft sei der Zutritt verboten, sondern einzig und allein Gebietssekretär Richard Hollerer habe Hausverbot wegen diverser Probleme in der Vergangenheit.

Collini habe auch die Abhaltung der Betriebsversammlung in der Firma nicht unterbunden. Lediglich Richard Hollerer sei der Zutritt nicht gestattet worden, daraufhin sei das Gelände vor dem Werk freiwillig als Ort der Versammlung ausgewählt worden. Gewerkschaftssekretär Richard Hollerer wirft dem Betrieb vor, schon bei einer Betriebsratswahl im Oktober 2009 den Führer einer Liste am Wahltag gekündigt zu haben, woraufhin alle Betriebsräte ihr Mandat zurückgelegt hätten.

Alles falsch, sagt die Firma. Der Bedienstete sei schon gekündigt worden, bevor die Betriebsleitung von seiner Kandidatur gewusst habe. Diverse Umstände der Betriebsratswahl hätten großen Unmut in der Belegschaft ausgelöst, deshalb seien auch die anderen Kandidaten zurückgetreten. Seit damals gibt es keinen Betriebsrat, noch im März soll es zu einer Neuwahl kommen. "Wir werden dieser Wahl nicht im Weg stehen, es gab auch bis Oktober 2009 immer einen Betriebsrat", so Vorstand Werner Bittner. Um mit der Gewerkschaft wieder eine Gesprächsbasis zu haben, wünsche man sich einen anderen Ansprechpartner als Hollerer.

JOSEF FRÖHLICH

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