Gewalt auf dem Hauptplatz
Polizei Judenburg sieht massive Probleme. VP verlangt Videokontrolle.

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Die Beschwerden über Lärm und Gewalttätigkeiten auf dem Hauptplatz von Judenburg häufen sich. Immobilienhändler Karl Lesser, der auf dem Hauptplatz ein Haus besitzt, beschreibt einen Vorfall aus jüngster Zeit: "Weil in der Nacht so ein Lärm war, hat meine Frau von oben heruntergerufen und Ruhe eingefordert. Darauhin ist ihr eine Flasche entgegengeflogen." Die Flasche habe knapp ihren Kopf verfehlt und sei dahinter in eine Wand eingefahren, so dass ein Bild zerborsten sei.
Einen Vorfall vom vergangenen Freitag meldet Christopher Tafeit, der gegen 23.30 Uhr am Kebap-Stand auf dem Hauptplatz war: "Plötzlich gab es einen großen Tumult." Ausländer hätten aufeinander eingeschlagen, einer habe seinem Kontrahenten mit einer Flasche eine schwere Kopfverletzung zugefügt. Daraufhin sei der Täter von einer Gruppe verfolgt worden, ein Mädchen habe geschrien: "Die wollen ihn abstechen!"
Videoüberwachung. Christopher Tafeit ist Landesgeschäftsführer der Jungen ÖVP und will nun gemeinsam mit den Gemeinderäten Eva Schein und Christoph Mosser eine Sicherheitsinitiative starten. "Wir fordern eine umfassende Videoüberwachung, die von der Polizei übernommen und von der Stadtgemeinde bezahlt werden soll." Auch solle ein neues Sicherheitskonzept erstellt werden, das vor allem Lösungen fürs Wochenende biete. Die Stadt solle "massive Geldmittel für die Sicherheit" zur Verfügung stellen.
Bürgermeisterin Grete Gruber verweist auf bereits ergriffene Maßnahmen wie das Alkoholverbot: "Leider hat sich das als nicht exekutierbar erwiesen, wir arbeiten an neuen Lösungen."
Der Judenburger Polizeiinspektionskommandant Franz Volk meint: "Es gibt massive Probleme in der Innenstadt, Vandalismus und Raufereien." Beteiligt seien nicht nur Jugendliche. Die Polizei arbeite nach Kräften: "Wir kontrollieren so massiv wie noch nie", so Volk. Jedes Wochenende gebe es verstärkten Dienst in der Stadt, eine Zivilstreife, Jugendschutzkontrollen und Sektorstreifen, die Standkontrollen machen." Dazu fällt Immobilienhändler Karl Lesser ein: "Ich beobachte das öfter, die Leute werden von der Polizei höflich aufgefordert, leiser zu sein. Aber das ist zu wenig."








