FP will Bürgerbefragung
Welche Gemeinden fusionieren im Raum Knittelfeld? Am 6. Juni wird verhandelt. FPÖ-Mandatar befürchtet ein "Drüberfahren".
Über Zusammenlegungen von Gemeinden im ehemaligen Bezirk Knittelfeld wird am 6. Juni verhandelt. Zu verschiedenen Zeitpunkten kommen an diesem Tag Bürgermeister und Gemeinderäte sowie Vertreter des Landes Steiermark im Knittelfelder BH-Gebäude zu Gesprächen zusammen.
Der freiheitliche Gemeinderat Karl Knaus aus Kobenz glaubt, eine "Zwangsfusion" der Gemeinden Knittelfeld, Spielberg, Apfelberg, Flatschach und Kobenz sei bereits fixiert. Er will nun im Gemeinderat einen Dringlichkeitsantrag zu einer Bürgerbefragung einbringen. "Ich habe gehört, dass eine solche Zusammenlegung geplant ist und glaube, da darf man nicht drüberfahren und muss die Bürger befragen", sagt Knaus.
Der Knittelfelder SPÖ-Abgeordnete und Vizebürgermeister Gerald Schmid verweist darauf, dass es zwar Verhandlungen wie überall in der Steiermark gebe, aber nichts fixiert sei: "Alle Gemeindevertreter sollen gut vorbereitet, aber ohne Vorbehalte in diese Verhandlungen gehen."
Unseren Recherchen zufolge sitzen am 6. Juni Vertreter folgender Gemeinden zusammen: Knittelfeld verhandelt mit Spielberg, Apfelberg, Kobenz und Flatschach - also jenen von Karl Knaus genannten Gemeinden. Das muss aber noch lange nicht heißen, dass diese tatsächlich fusionieren. Spielberg etwa will keinesfalls mit Knittelfeld zusammengehen - man hat 2009 nicht umsonst die Stadterhebung in die Wege geleitet, um sich gegenüber der größeren Nachbarstadt zu stärken.
Auch Kobenz zieht es nicht nach Knittelfeld, eher ist das Gegenteil der Fall. Spannend wird, wie sich Apfelberg verhält. Dass Flatschach zu Spielberg kommt, dürfte fix sein.
Weiters verhandeln am 6. Juni St. Marein mit Feistritz und St. Lorenzen, Großlobming mit Kleinlobming sowie St. Margarethen mit Rachau. Seckau und Gaal sind gar nicht eingeladen, sie dürften alleine bleiben.
JOSEF FRÖHLICH








