Bundeshymne als Belohnung
Romana Slavinec holte bei Wintertriathlon-EM Gold und Bronze.
WINTERTRIATHLON. Nach ihren zwei Vize-Weltmeistertiteln in der U23 wollte es Romana Slavinec (CML Fincon) erstmals in ihrer Karriere auch bei einer Europameisterschaft wissen. In Valsesia (Italien) hatte die 21-Jährige in der U23-Klasse nur zwei Konkurrentinnen, die allerdings von internationalem Format. Slavinec ließ beide alt aussehen. Die norwegische Titelverteidigerin Tone Dalen beispielsweise wurde von Slavinec mit einem Vorsprung von fast einer Viertelstunde entthront.
"Die brutal schweren Strecken und die frühlingshaften Verhältnisse waren körperlich und mental eine unglaubliche Herausforderung. Aber erstmals haben sie für mich im Ausland die Bundeshymne gespielt, das war ein Wahnsinn. Dieser Erfolg mit dosiertem Risiko macht mich stolz", erzählt Slavinec. Die Möbersdorferin hat in Italien in der U23-Klasse mit Bestzeiten auf allen drei Teilstrecken (Laufen, Biken, Langlaufen) aufgewartet und auch mit den Damen der Eliteklasse hervorragend mitgehalten. "In der Tageswertung habe ich einen Stockerlplatz nur durch einen Sturz auf der letzten Abfahrt verloren."
Zum Drüberstreuen hat Slavinec gemeinsam mit Silvio Wieltschnig (Kolland Topsport Gaal), Simone Steinecker und Markus Rothberger im Mixed-Teambewerb Bronze geholt. Wieltschnig belegte in der Herren-Elitewertung Rang elf.
Für die frisch gebackene Europameisterin gibt es jetzt eine einwöchige Regenerationsphase, ehe sie mit ihrem Vater und Trainer Helmut Slavinec entscheidet, ob sie Ende März auch bei der WM in Finnland antreten wird. ALFRED TAUCHER









