"Arbeiterheim prüfen"
Landes-FPÖ und Kommunistin fordern zu Prüfung in Fohnsdorf auf.
Das Arbeiterheim Fohnsdorf beschäftigt heute den Gemeindeausschuss des Landes. FPÖ-Abgeordneter Peter Samt bringt einen Antrag an, wonach die Gemeindeaufsicht die Sachlage rund um den Verein Arbeiterheim genau prüfen soll.
Dass die Aufsichtsbehörde aktiv wird, will auch die Fohnsdorfer KPÖ-Gemeinderätin Elfriede Wieser. In einem Brief an die zuständige Landesabteilung beklagt sie, keine oder nur unzureichend Einsicht in den Verein zu bekommen, und das, obwohl sie eine von drei Rechnungsprüfern sei. Auch ihre Fragen würden von den Vereinsverantwortlichen nicht beantwortet, schreibt Wieser.
Es geht um Schulden in der Höhe von 140.000 Euro, die der Verein Arbeiterheim bei der Gemeinde hat. Sie entstanden, weil über Jahre keine oder zu wenig Betriebskosten überwiesen wurden.
Dass die 140.000 Euro eingefordert werden, verlangte die ÖVP jüngst im Gemeinderat, doch die SPÖ-Liste "Hans" lehnte ab (wir berichteten). Vereinsobmann Günter Pirker betont, die historisch gewachsene Variante eines Betreibervereines bringe viele Vorteile, etwa geringere Kosten für Fohnsdorfer Vereine, die Veranstaltungen im Arbeiterheim durchführen.
Morgen gibt es eine Sitzung, bei der alle Fraktionsführer von Pirker und Geschäftsführer Wolfgang Riegler über den Stand der Dinge informiert werden. "Es ist alles möglich, bis hin zur Auflösung des Vereines", so Pirker. Geschäftsführer Riegler meint, Regierungskommissär Friedrich Zach habe die Fohnsdorfer aufgefordert, in Sachen Arbeiterheim selbst eine Lösung zu erarbeiten: "Da sind wir jetzt mitten drin", sagt Riegler.








