Turnen "auf Englisch"
Mit dem Schwerpunkt Fremdsprachen bahnt sich die Neue Mittelschule Spielberg ab September den Weg durch den pädagogischen Einheitsbrei.

Foto © PrivatSpielberger Schüler im Vorjahr in London: Auslandsaufenthalte sollen künftig nicht bloße Sightseeing-Touren sein, vielmehr sind Sprachreisen mit speziellen Arbeitsaufträgen geplant
Turnunterricht in englischer Sprache, gehalten von einem US-amerikanischen Basketballer? Möglich ab dem nächsten Schuljahr in Spielberg: Die Neue Mittelschule, vormals Realschule, bahnt sich ihren Weg durch pädagogischen Einheitsbrei mit dem Schwerpunkt Fremdsprachen. "Als Realschule haben wir interessante Verbindungen zur Wirtschaft, immer wurden zu wenig ausgeprägte Sprachkenntnisse bekrittelt", erklärt Direktor Alois Schobermaier.
Er legt den Plan für das neue Kommunikationskonzept vor, welches durch kräftige Mithilfe von native speakers, also Lehrer mit Englisch als Muttersprache, funktionieren will. Und mit der HLW Fohnsdorf bemüht man sich um einen gemeinsamen Sprachassistenten. Zu wenig ausgeprägte Sprachkenntnisse also: Dem hält die Neue Mittelschule künftig etwa einen kaufmännischen Bereich mit Business-English entgegen, Kombinationen mit Italienisch und Französisch oder Auslandsaufenthalte mit stärker spezialisierten Arbeitsaufträgen. Also London nicht bloß mit Tower und Wachsfigurenkabinett, sondern Great Britain als intensivierte Sprachreise.
Das Angebot beginnt in der ersten Klasse. Unter anderem plant Spielberg jährlich zwei Projekttage, an denen sich alles um die Fremdsprache dreht. Es gibt wöchentlich eine Kommunikationsstunde, in der Benotung und Hausübung keine Rolle spielen. Englisch als Arbeitssprache auch in anderen Gegenständen findet 20 Stunden pro Jahr seinen Niederschlag. Wie allerorts natürlich Thema - das Werben um Schüler, obwohl Spielberg derzeit den Rekordstand von 257 jungen Leuten verzeichnet. Weil das Schulsprengeldiktat (Zeltweger dürfen nur in die Hauptschule Zeltweg) bisher weniger Rolle spielte. Alois Schobermaier will seine und andere Neuen Mittelschulen vor allem als interessante Alternative zu Gymnasien und Co. verstanden wissen.








