Spannungsfeld
Kultur ist Minderheitenprogramm, die wirtschaftlichen Sorgen der Menschen derzeit nicht. Politik hat sich um effiziente Rahmenbedingungen zu kümmern, auch - oder gerade was Minderheiten betrifft. "Politik und Kunst - ein Spannungsfeld, nicht immer dazu angetan, Kreativität und Entwicklung zuzulassen", schreibt Bürgermeister Kalcher im Katalog zu den "Murauer Werktagen". An dem Projekt rund um das Künstlerpaar Hirt (Bericht nächste Seiten) wird festgehalten, man verknüpft nicht unbescheidene Ziele damit: die Belebung des Städtchens, die Ankurbelung der Wirtschaft durch eigene Produkte, dem Abwanderungssog vor allem der Jugend entgegenzuwirken. Und das alles, Pardon, mit einer Bronzefigur, die ein Student im Park gießt?!
Auch Rudi Hirt weiß, das Projekt kann nur Mosaiksteinchen sein. Freilich ist das politisch-kulturelle Spannungsfeld oft so geladen, dass Darüberschreitende hochfliegen. Muraus Stadtchefs wollen keine Angst vor Minen zeigen, Kreativität zulassen. Wäre nett, wenn Ideologie und Kalkül sich befruchten.
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