Fahrverbot: zu warm für Transport
Fahrverbot für Lkw auf Gemeindestraßen zum Schutz der Asphaltdecke verhindert Holzfuhren. Eppensteiner Landwirt ersuchte um Ausnahme.

Foto © APADas Holz ist zum Transport bereit, die Sperren verhindern diesen aber
Volle Lager, Aufnahmestopp in vielen Sägewerken, wegen des warmen Wetters für Lkw gesperrte Gemeindestraßen: Ungünstige Umstände begleiten die Schadensaufarbeitung nach Sturmtief Paula. Ein Betroffener ist Landwirt Walter Fussi aus Eppenstein. Er schlägerte bereits vor dem Orkan und kam mit rund 100 Festmeter Windwurf glimpflich davon. Bloß kann das Holz wegen der Straßensperre nicht weggeführt werden.
Sperre.
"Meine offenen Lieferverträge waren so weit erfüllt, dass es sich mit dem Windwurf ausgegangen wäre. Hätte ich fahren dürfen, noch zum vollen Preis", meint Fussi. Interventionen bei der Gemeinde hätten nicht gefruchtet. Die Sperre - in Eppenstein eine Woche vor Paula in Kraft getreten - gilt für Lkw über acht Tonnen. Ein leerer Holztransporter wiegt schon elfeinhalb, ein voller rund 40.
Föhn.
"Wir hatten Föhn", begründet Gemeinderat Meinrad Greimel, Obmann des Wegeausschusses und selbst ungleich stärker vom Windwurf betroffen, das durchaus übliche Verbot. Es bewahrt die Asphaltdecke vor Bruch, Sanierungskosten würden eine Gemeinde zu teuer kommen. Das Land, welches nun sehr wohl Ausnahmen auf Landes- und Bundesstraßen erteilt, würde bei Schäden keine Finanzspritze gewähren.
Keine Ausnahmen.
An Ausnahmen ist in Eppenstein also nicht zu denken. Greimel: "Dann müssten wir ja alle Straßen aufmachen." Landwirt Fussi schlägt vor, bei frischeren Temperaturen zumindest in der Früh Fahrten zu erlauben, der Gemeinderat hält dagegen: "Zwei bis drei Minusgrade sind zu wenig, und außerdem werden Beschränkungen, etwa bis 10 Uhr, nicht eingehalten."
Flexibel.
Grundsätzlich ortet Meinrad Greimel aber Verständnis seitens der Bauern, nur einige hätten sich gemeldet. Das Aufarbeiten des Holzes im Wald sei ja ungefährdet, auch Erntegeräte dürfen fahren. "Sollte es länger warm bleiben, können wir auch früher wieder aufmachen", spricht er sich für eine flexible Handhabe aus.








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