Wohnbeihilfeansuchen verschlampt: Mieterin soll 3000 Euro zahlen
Gemeinde Knittelfeld soll Wohnbeihilfeansuchen verschlampt haben. Mieterin steht nun vor Schulden in Höhe von rund 3100 Euro. Zahlt sie nicht, droht Delogierung.

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Roswitha Jahaj ist mit ihren Nerven am Ende. Bei einem Mietrückstand von mehr als 3000 Euro liegen ihre Nerven blank. Schuld daran soll die Gemeinde Knittelfeld sein: "Ich wohne seit fünf Jahren in dieser Gemeindewohnung und habe mein Wohnbeihilfeansuchen immer direkt bei der Gemeinde abgegeben. Von dort wurde es nach Graz weitergeleitet. Aber im vergangenen Jahr ist es anscheinend vergessen worden", so Jahaj.
Nie angekommen.
So ist nämlich nie ein Ansuchen im Grazer Wohnbeihilfeamt angekommen. Das bestätigt auch Referatsleiter Kurt Kvas in Graz. "Wir haben kein Ansuchen in diesem besagten Jahr von Roswitha Jahaj erhalten", so Kvas.
Delogierung droht.
Den Mietrückstand soll Roswitha Jahaj nun laut einem Schreiben der Kanzlei Pichler und Swete, Vertreter der Gemeinde Knittelfeld, inklusive der entstandenen Anwaltskosten in Höhe von 297,87 Euro bis 10. März bezahlen, ansonsten werde sie delogiert.
Teures Fax.
Die zusätzlichen Kosten sind für Roswitha Jahaj nicht nachvollziehbar. So soll sie auch eine Faxnachricht um nicht weniger als 129,20 Euro begleichen.
Papierchaos.
Seitens der Gemeinde Knittelfeld streitet Walter Knolly, Mitarbeiter der Liegenschaftsverwaltung, die Vorwürfe ab: "Frau Jahaj hatte ihre Unterlagen nicht dabei. Außerdem fehlten immer Teile." Jahaj dazu: "Ich habe meinen Antrag eingereicht. Wenn etwas gefehlt hat, hätte man es mir sagen müssen."
Kein Risiko.
Roswitha Jahaj muss nun die rund 3100 fehlenden Euro an die Gemeinde Knittelfeld zahlen. Die Kosten für die Anwaltskanzlei möchte sie nicht tragen. In diesem Jahr geht Roswitha Jahaj kein Risiko mehr ein, denn das Wohnbeihilfeansuchen hat sie bereits per Einschreiben selbst weggeschickt.












